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NWZonline.de Sport Fußball

Warum Philipp Bargfrede für Werder unersetzlich ist

19.07.2018

Zell Am Ziller Der Schreck war groß beim Werder-Tross, als Philipp Bargfrede am vergangenen Sonntag im Trainingslager in Zell am Ziller im Test gegen den MSV Duisburg nach einem Zweikampf mit Fabian Schnellhardt aufschrie und sofort ausgewechselt wurde. Die Entwarnung aber kam zügig, es handelte sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Zu viele Verletzungen hatte Bargfrede in seiner Karriere schon hinnehmen müssen. Vor allem aber ist er für Trainer Florian Kohfeldt ein Schlüsselspieler.

Bargfrede nämlich bekleidet in Kohfeldts bevorzugtem 4-3-3-System die Position des zentralen defensiven Mittelfeldspielers.

Balance zwischen Abwehr und Angriff

Dieser ist im heutigen Fußball einer der wichtigsten Akteure auf dem Platz. „Er steht mitten auf dem Feld und ist daher sowohl Verteidiger als auch Aufbauspieler. Dem ,Sechser’ fällt die große Verantwortung zu, dem Spiel der eigenen Mannschaft die Balance zwischen Abwehr und Angriff zu geben“, erklärt Bargfrede.

Wie wichtig der zentrale defensive Mittelfeldmann heutzutage ist, hat die WM in Russland eindrucksvoll gezeigt. Wer von den Favoriten über keinen guten „Sechser“ verfügte, musste früh die Heimreise antreten. Bei Deutschland führte die taktische Undiszipliniertheit von Toni Kroos und Sami Khedira zum historischen Vorrunden-Aus. Argentinien erwischte es im Achtelfinale, weil Javier Mascherano für das schnelle Passspiel der Franzosen zu langsam war. Bei Portugal wählte William Carvalho zu oft falsche Laufwege, bei Spanien hatte Sergio Busquets keine Ideen zum Spielaufbau.

Kanté, Rakitic und Henderson

Drei der vier Halbfinalisten hingegen hatten einen starken „Sechser“. Bei Frankreich war N’Golo Kanté stets schon da, wo der Gegner den Ball hinspielen wollte. Kroatiens Ivan Rakitic bestach mit Übersicht und starken Pässen, der Engländer Jordan Henderson durch Zweikampfführung und schnellem Umschaltspiel. Auffällig: Kurz nachdem Henderson im Halbfinalspiel verletzt vom Platz musste, gelang Kroatien das 2:1. Ohne Henderson ging dann auch die Partie um Bronze verloren. Bis zum Halbfinale war England mit Henderson 30-mal in Folge ungeschlagen geblieben.

Da verwundert es auch nicht, dass der FC Liverpool mit jenem Henderson das Finale der Champions League erreichte. Dumm für die Reds, dass der „Sechser“ bei Gegner Real Madrid Casemiro hieß. Seit der Brasilianer 2015 bei den Königlichen Stammspieler wurde, ist der Henkelpott jedes Jahr ins Bernabéu gewandert. Mit Casemiro war auch Brasilien 17 Spiele in Serie ohne Niederlage geblieben. Im WM-Viertelfinale fehlte er gesperrt – prompt schied die Seleção aus.

Nachschub nötig

Es gibt eben nicht viele Spieler, die über das Gesamtpaket der umfangreichen Fähigkeiten dieser Position verfügen. „Man muss da ziemlich viel mitbringen“, sagt Bargfrede: „Defensiv benötigt es Zweikampfstärke und die Antizipation, wo der Ball hinkommt. Offensiv ist der Blick für den am besten postierten Mitspieler sowie Passgenauigkeit erforderlich.“ Für seinen Trainer ist der 29-Jährige damit quasi unersetzlich. „Philipp ist super. Er kann den Ball diagonal, halbdiagonal oder vertikal spielen“, meint Kohfeldt: „Ganz nebenbei verteidigt er noch glänzend, das ist schließlich auch sein Kerngeschäft.“

Doch Bargfrede als alleiniger Maschinist in Werders Generatorraum ist zu wenig. Für das Mittelfeld müssen nach den Abgängen von Thomas Delaney, Jerome Gondorf und Zlatko Junuzovic dringend Zugänge her. „Wir brauchen Nachschub. Vor allem Delaney hat uns mit seinen Qualitäten defensiv wie offensiv enorm geholfen“, sagt Bargfrede.

Derweil ist Werders Stürmer Aron Johanssen aus dem Trainingslager abgereist. Der US-Amerikaner hatte Probleme am Sprunggelenk.

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