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NWZonline.de Sport Fußball

Zinnbauer gerät nach Abstieg in Kritik

13.06.2008

OLDENBURG Erst schimpfte er an der Seitenlinie lautstark über die miserable Leistung seiner Spieler beim 1:5-Desaster in der Regionalliga-Relegation gegen den FC Oberneuland, nach dem Abpfiff und dem damit besiegelten Abstieg in die Fünfte Liga kauerte er minutenlang reglos auf seinem Trainerstuhl – VfB-Trainer Joe Zinnbauer war stocksauer, bitter enttäuscht und in seiner Ehre gekränkt.

Zwölf Monate nachdem der 38-Jährige im Marschwegstadion noch als Aufstiegsheld und Macher der lang ersehnten Rückkehr des VfB in die Vierte Liga gefeiert worden war, geriet Zinnbauer am Mittwochabend selbst ins Visier einiger frustrierter VfB-Anhänger. Nicht zum ersten Mal waren im heimischen Stadion „Zinnbauer raus!“-Rufe zu hören.

Doch bereits kurz nach Spielschluss machten sowohl Zinnbauer, der einen Vertrag bis 2011 besitzt, als auch VfB-Vorstand Jörg Rosenbohm unmissverständlich klar: Der Coach bleibt.

„Die Trainerfrage wird auf keinen Fall gestellt, weil Joe Zinnbauer sehr viel dazu beigetragen hat, dass wir überhaupt so weit gekommen sind“, begründet Rosenbohm das Festhalten am Franken – gibt aber zu, dass die Rückrunde „katastrophal“ war.

In der Tat: Nach einer tadellosen Hinrunde, die den Aufsteiger bis auf den zweiten Platz katapultiert hatte, ging beim VfB seit Januar spielerisch fast nichts mehr zusammen. So holte die Elf in den letzten 14 Spielen nur einen einzigen Sieg – gegen das abgeschlagene Oberliga-Schlusslicht Henstedt-Rhen (6:0).

Fakt ist: Zinnbauer – der gerade im Begriff ist, seine erste Trainer-Lizenz zu erwerben – fand im vergangenen halben Jahr kein Mittel, seine Spieler psychologisch und taktisch wieder auf den Erfolgskurs der Hinrunde zu bringen. Auch als Motivator und Antreiber – mit regelmäßigen Wutausbrüchen bis hin zu Suspendierungen einzelner Akteure – scheint der Trainer den Großteil seiner aktuellen Mannschaft mittlerweile nicht mehr zu erreichen.

Prompt werden in dieser misslichen Situation wieder Gerüchte von Zinnbauers vermeintlichen Problemen mit Immobilien-Geschäften in Süddeutschland im Umfeld des VfB lanciert. Der Geschäftsmann, Spielervermittler und Trainer in Personalunion galt einst als „Deutschlands reichster Fußballer“.

Als der Tausendsassa 1994 zum Bundesligisten Karlsruher SC wechselte, taufte ihn die Bild-Zeitung „Nadelstreifen-Joe“. Wegen Schwierigkeiten mit dem damaligen Trainer Winfried Schäfer kam Zinnbauer beim KSC aber nicht zum Zuge und wurde zum Zweitligisten Mainz 05 (16 Spiele) ausgeliehen.

Doch allen Anfeindungen zum Trotz, der als akribischer Arbeiter geltende VfB-Trainer gibt sich kämpferisch: „Ich gebe nicht auf und baue eine neue Mannschaft auf.“

NWZTVzeigt Berichte von der Partie VfB gegen Oberneuland unter

www.NWZonline.de/nwztv

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FC Oberneuland | Karlsruher SC

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