Hamburg - Es war der selbe Raum, er saß auf dem selben Stuhl vor dem selben Mikrofon. Doch diesmal schauten ihn die selben Journalisten, die ihn acht Tage zuvor nach dem 0:0 gegen den FC Bayern bei seiner Premiere als Bundesliga-Trainer als „Magic Joe“ und „zweiten Jürgen Klopp“ hochgelobt hatten, nur ratlos an. Eines waberte am späten Sonntagabend nach dem 1:2 gegen Eintracht Frankfurt überdeutlich durch die Arena des Hamburger SV im Volkspark: Magier Joe Zinnbauer kann doch nicht zaubern.
Das Leuchten im Gesicht des 44-Jährigen ist zwölf Tage nach seinem Dienstantritt verschwunden. Nur ein Punkt aus drei Partien – längst hat auch ihn der triste HSV-Alltag gepackt. Mit versteinernder Miene kam Zinnbauer zu der bitteren Erkenntnis: „Die Gesamtlage ist genauso angespannt wie vorher auch.“
Vor allem bei den Spielern hat die späte Pleite durch das Freistoß-Traumtor von Lucas Piazon in der 90. Minute viel Frust hinterlassen. „Was soll ich jede Woche das Gleiche sagen“, polterte Lewis Holtby. Zoltan Stieber konstatierte: „So ein Tor schießt der nur einmal im Leben. Uns fehlt momentan das Glück.“
Die Mannschaft rackerte und erzwang in der 58. Minute das ersehnte erste Saisontor durch Nicolai Müller, das wie ein Brustlöser wirkte. „Wir waren klar die bessere Mannschaft“, stellte Tolgay Arslan fest. Schwungvoll drückten die Hamburger auf den zweiten Treffer. „Das Team hat Gesicht gezeigt“, lobte Zinnbauer: „Das Wichtigste ist, dass die Spieler wollen.“
Trotz des Aufwärtstrends unter der Ägide Zinnbauers offenbarte die Partie gegen Frankfurt aber, dass es noch an vielen Ecken zwickt. Eine miese Zweikampfquote (48 Prozent) und viele Fehlpässe sind nur zwei Beispiele. „Es gibt noch 500 Fragezeichen, die ich nicht beantworten kann“, gab Zinnbauer mit einem Seitenhieb auf seinen Vorgänger Mirko Slomka zu: „Ich habe eine Mannschaft vorgefunden, die Laufen kann und Laufen will. Nun müssen wir gucken, dass wir auch ein System reinkriegen.“
Selbstvertrauen hat der ehemalige Trainer des VfB Oldenburg seinen Jungs dagegen reichlich eingeimpft. „Wir müssen jetzt zusammenhalten, dann schaffen wir das“, sagte Stieber und forderte, „schnell zu Punkten. Am besten gleich gegen den BVB.“
An diesem Sonnabend (15.30 Uhr) trifft also der „zweite Jürgen Klopp“ in Dortmund auf das Original. Alte Freundschaften aus der gemeinsamen Zeit bei Mainz 05 und Geschichten, wie viele Handys wer in den 90er-Jahren besessen hat, sind dann passé. Fest steht nur: Zieht „Magic Joe“ dann nicht das weiße Kaninchen aus dem Hut, bleibt die Hoffnung auf einen Aufschwung unter seiner Leitung eine Illusion.
Hamburg - Es war der selbe Raum, er saß auf dem selben Stuhl vor dem selben Mikrofon. Doch diesmal schauten ihn die selben Journalisten, die ihn acht Tage zuvor nach dem 0:0 gegen den FC Bayern bei seiner Premiere als Bundesliga-Trainer als „Magic Joe“ und „zweiten Jürgen Klopp“ hochgelobt hatten, nur ratlos an. Eines waberte am späten Sonntagabend nach dem 1:2 gegen Eintracht Frankfurt überdeutlich durch die Arena des Hamburger SV im Volkspark: Magier Joe Zinnbauer kann doch nicht zaubern.
Das Leuchten im Gesicht des 44-Jährigen ist zwölf Tage nach seinem Dienstantritt verschwunden. Nur ein Punkt aus drei Partien – längst hat auch ihn der triste HSV-Alltag gepackt. Mit versteinernder Miene kam Zinnbauer zu der bitteren Erkenntnis: „Die Gesamtlage ist genauso angespannt wie vorher auch.“
Vor allem bei den Spielern hat die späte Pleite durch das Freistoß-Traumtor von Lucas Piazon in der 90. Minute viel Frust hinterlassen. „Was soll ich jede Woche das Gleiche sagen“, polterte Lewis Holtby. Zoltan Stieber konstatierte: „So ein Tor schießt der nur einmal im Leben. Uns fehlt momentan das Glück.“
Die Mannschaft rackerte und erzwang in der 58. Minute das ersehnte erste Saisontor durch Nicolai Müller, das wie ein Brustlöser wirkte. „Wir waren klar die bessere Mannschaft“, stellte Tolgay Arslan fest. Schwungvoll drückten die Hamburger auf den zweiten Treffer. „Das Team hat Gesicht gezeigt“, lobte Zinnbauer: „Das Wichtigste ist, dass die Spieler wollen.“
Trotz des Aufwärtstrends unter der Ägide Zinnbauers offenbarte die Partie gegen Frankfurt aber, dass es noch an vielen Ecken zwickt. Eine miese Zweikampfquote (48 Prozent) und viele Fehlpässe sind nur zwei Beispiele. „Es gibt noch 500 Fragezeichen, die ich nicht beantworten kann“, gab Zinnbauer mit einem Seitenhieb auf seinen Vorgänger Mirko Slomka zu: „Ich habe eine Mannschaft vorgefunden, die Laufen kann und Laufen will. Nun müssen wir gucken, dass wir auch ein System reinkriegen.“
Selbstvertrauen hat der ehemalige Trainer des VfB Oldenburg seinen Jungs dagegen reichlich eingeimpft. „Wir müssen jetzt zusammenhalten, dann schaffen wir das“, sagte Stieber und forderte, „schnell zu Punkten. Am besten gleich gegen den BVB.“
An diesem Sonnabend (15.30 Uhr) trifft also der „zweite Jürgen Klopp“ in Dortmund auf das Original. Alte Freundschaften aus der gemeinsamen Zeit bei Mainz 05 und Geschichten, wie viele Handys wer in den 90er-Jahren besessen hat, sind dann passé. Fest steht nur: Zieht „Magic Joe“ dann nicht das weiße Kaninchen aus dem Hut, bleibt die Hoffnung auf einen Aufschwung unter seiner Leitung eine Illusion.

