ZüRICH - Bei der Kür zum Weltfußballer des Jahres mit dem erwarteten Duell zwischen den Superstars Cristiano Ronaldo und Lionel Messi ist die Bundesliga erneut nur Zaungast. Der deutsche Fußball wird an diesem Montag (20 Uhr/Eurosport) im Zürcher Opernhaus von seinen starken Frauen vertreten. Birgit Prinz und Nadine Angerer haben den Sprung in die Endausscheidung der besten fünf Spielerinnen des Jahres 2008 geschafft. Doch die Konkurrenz ist hart. Die Brasilianerin Marta, Weltfußballerin 2006 und 2007, ist auch für Prinz und Angerer die große Favoritin. Ebenso beim Finale dabei sind Cristiane (Brasilien) und Kelly Smith (England).

Torfrau Nadine Angerer freute sich bereits über ihre Nominierung für das Finale: „Für mich war es schon eine Überraschung, unter die Top Ten zu kommen“, sagte sie. In ihrem tollen WM-Jahr 2007 hatte es die Neu-Frankfurterin und Olympia-Dritte auf Platz sechs geschafft. „Es ist für mich immer wieder eine schöne Bestätigung und eine Belohnung der täglich geleisteten Trainingsarbeit“, sagte Torjägerin Birgit Prinz, die als dreifache Titelträgerin schon Stammgast bei der Gala am Fifa-Sitz ist. Der erwartete Giganten-Kampf bei den Männern lässt Prinz derweil offenbar kalt. „Ich weiß derzeit leider nicht mal, wer unter den ersten Fünf ist“, verkündete sie aus dem Urlaub.

Neben den Favoriten Cristiano Ronaldo und Messi können sich noch die spanischen Europameister Xavi und Fernando Torres sowie Brasiliens Vorjahressieger Kaká Hoffnungen auf die höchste Individual-Auszeichnung im Weltfußball machen. Erstmals lädt der Weltverband Fifa die besten Fünf statt Drei zum Showdown auf die Opernbühne. Nach seiner Wahl zu Europas „Fußballer des Jahres 2008“ gilt der in der Vorwoche durch seinen Ferrari-Crash für Aufregung sorgende Cristiano Ronaldo als erster Anwärter. In den vergangenen drei Jahren folgte für Ronaldinho, Fabio Cannavaro und Kaká auf den kontinentalen auch der globale Titel.

Chelsea-Profi Michael Ballack war der einzige deutsche Nationalspieler, der es in die Vorausscheidung der besten 23 geschafft hatte, scheiterte dort aber ebenso wie der einzige Bundesliga-Akteur im Konzert der Großen, Franck Ribery vom FC Bayern.