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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: Zwischen Bundeswehr und Bundesliga

01.07.2011

OLDENBURG Vom Vollprofitum sind die deutschen Bundesliga-Fußballerinnen zwar noch ein ganzes Stück entfernt. Doch sechs Spielerinnen aus dem aktuellen WM-Kader arbeiten bereits unter Profi-Bedingungen – bei der Bundeswehr. Fatmire Bajramaj (Dienstgrad Stabsgefreite), Simone Laudehr (Stabsgefreite), Lena Goeßling (Hauptgefreite), Babett Peter (Stabsgefreite), Bianca Schmidt (Hauptgefreite) sowie Ursula Holl (Hauptgefreite) gehören der Sportfördergruppe in Warendorf an und verdienen derzeit mit dem Fußballspielen ihr Geld.

„Die Bundeswehr bietet mir ausgezeichnete Bedingungen, um hochklassigen Leistungssport betreiben zu können“, sagt Goeßling: „Das Geld ist sicher und kommt immer pünktlich.“ Schmidt nutzt den Wehrdienst ebenfalls, um ihre Karriere voranzutreiben. „Für mich bedeutet das Engagement bei der Bundeswehr, dass ich mich optimal auf die WM vorbereiten konnte.“

Zehn Plätze hält das Bundesministerium für Verteidigung in der Truppe für Fußballerinnen frei. „Derzeit sind acht belegt“, sagt Kerstin Stegemann. Die Ex-Nationalspielerin mit dem Dienstgrad Hauptfeldwebel ist für den Militärkader zuständig und trainiert die Bundeswehr-Nationalelf, die 2008 in den Niederlanden den WM-Titel holte. „Voraussetzung für eine Aufnahme ins Team ist die Angehörigkeit zum A-Nationalkader oder die Perspektive A-Kader“, erläutert Stegemann. Die letzte Hürde ist dann Bundestrainerin Silvia Neid. Sie muss die jeweilige Spielerin vorschlagen.

In Warendorf bekommt Stegemann die Athletinnen aber nur selten zu Gesicht. „In der Vorbereitung auf die großen Turniere wie WM, EM oder Olympia ist für die Spielerinnen nur Heimtraining möglich“, sagt sie. In der Kaserne seien die WM-Stars nur zur Schieß- und Sanitätsausbildung oder wenn sie Laufbahnlehrgänge besuchen, um danach befördert zu werden.

Die Grundausbildung müssen die Spitzensportlerinnen aber wie alle übrigen Rekruten absolvieren. „Von der Waffenausbildung bis zum Übernachten im Freien“, erklärt Stegemann. Auch im Winter. Das Biwak im niedersächsischen Nienburg bei minus fünf Grad brachte beispielsweise die austrainierte Fußballerin Schmidt an ihre Grenzen: „Es war härter, als ich erwartet hatte.“

Wie anstrengend das Soldatenleben ist, bekam auch Simone Laudehr zu spüren. „Zwei Monate Grundausbildung, von Montag bis Freitag, und am Wochenende kamen noch die Spiele dazu; in dieser Zeit war der Fußball für mich sehr weit weg. Ich bin dann auch erst mal in ein Loch gefallen“, erinnert sie sich.

Dauerhaft Dienst in Uniform schieben wollen die Nationalspielerinnen aber nicht. So will Laudehr ab Herbst Sportmanagement studieren, Peter hat dieses an einer Fern-Uni bereits begonnen und Bajramaj träumt davon, ein Kosmetikstudio zu eröffnen.

Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.) / Redakteur
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