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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Artenschutz stärker im Fokus

05.06.2019
Frage: Herr Fingerhut, mehr als 9600 Teilnehmer haben sich niedersachsenweit an der „Stunde der Gartenvögel“ beteiligt. Der Nabu-Landesverband spricht von einer Rekordbeteiligung, die er auf das zunehmende Interesse am Artenschutz zurückführt. Stellen Sie Letzteres in Ganderkesee auch fest?
Fingerhut: Ja, absolut. Wir merken das vor allem an unseren Info-Ständen. Besonders oft werden wir gefragt, ob man Vögel auch im Frühjahr noch füttern sollte.
Frage: Und, soll man?
Fingerhut: Man fördert damit sicher die Vitalität der Elternvögel. Wir empfehlen, ruhig bis in den Juni hinein zu füttern, wenn sich die Bruten entwickeln. Ansonsten dienen auch beerentragende Sträucher den Vögeln als Nahrungsquelle. Grundsätzlich geht es ja darum, dass die Nahrungskette nicht abreißt. Wer Nektarspender pflanzt, hilft auch den Vögeln, denn die brauchen Insekten.
Frage: Laut der Auswertung ist im Landkreis Oldenburg die Amsel die häufigste Art, sie rangiert vor dem Haussperling, der landesweit am häufigsten ist. Woran liegt das?
Fingerhut: Die Population scheint sich nach dem Usutu-Virus etwas erholt zu haben. Trotzdem sind die Beobachtungen ja insgesamt noch rückläufig. Ich glaube, dass sich bezüglich der Amseln einfach ein besonderes Interesse eingestellt hat. Im vorigen Jahr haben sich bei mir viele Leute gemeldet, die tote Amseln oder verlassene Jungtiere gefunden haben. Der Haussperling ist hier die zweithäufigste Art und er hat sogar leicht zugelegt. Dafür ist sicher auch unsere Staudenaktion von vor zwei Jahren mitverantwortlich. Die Art stand ja schon auf der Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Brutvögel. Die konnte er inzwischen wieder verlassen.
Frage: Sie besuchen für die „Stunde der Gartenvögel“ und die „Stunde der Wintervögel“ regelmäßig die Grundschulen in der Gemeinde, Sie werben persönlich für die Aktion und Sie legen Faltblätter aus. Trotzdem wurden aus dem gesamten Landkreis Oldenburg bei der jüngsten Aktion nur 189 Gärten als Zählorte angemeldet. Frustriert Sie eine solche Zahl?
Fingerhut: Nein, das tut es nicht. Wir hoffen natürlich, dass die Zahlen steigen. Es gibt ja leider keine Daten auf Gemeindeebene heruntergebrochen. Aber ich habe das Gefühl, dass die Aktion hier für die Leute sehr präsent ist. Wir freuen uns über jeden, der mitmacht!
Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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