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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Bei Wieting springt der Funke über

08.01.2007

GANDERKESEE /DELMENHORST Mit stehenden, minutenlangen Ovationen dankten die Gäste im vollbesetzten Kleinen Haus Dirk Wieting für 25-jähriges Theaterspiel. Nach einer Ehrung ging’s zum Empfang.

Von Karsten Kolloge GANDERKESEE/DELMENHORST - Das gibt es im Kleinen Haus auch nicht alle Tage. Das Klatschen der Zuschauer im vollbesetzten Saal wollte gar kein Ende nehmen, viele trommelten mit den Füßen auf den Boden, am Ende wurde stehend weiter geklatscht. Die Ovationen galten den Darstellern des neuen Stücks „Allens ut de Reeg“, vor allem aber einem Mann, der seit 25 Jahren auf der Bühne steht: Dirk Wieting. Urkomisch hatte der Habbrügger gerade den Senator Richard Willms gespielt, mal im bonbonfarbenen Morgenrock die Sekretärin des politischen Rivalen bezirzt, mal mit einer vermeintlichen Leiche Lambada getanzt.

„Allens ut de Reeg“ dreht sich um eben diesen Senator, der sich in eine überaus peinliche Situation hineinmanövriert: Beim Tête-à-Tête mit der Sekretärin liegt ein lebloser Trenchcoat-Träger im Fenster des Hotelzimmers. Als er das Stück ins Plattdeutsche übersetzte, habe er immer den ehemaligen Landwirtschaftminister Karl-Heinz Funke vor Auge gehabt, denn der spreche ja Plattdeutsch, meinte Arnold Preuß. Aber nach der Premiere war für ihn klar: Diese Rolle sei nicht Funke, sie sei Dirk Wieting auf den Leib geschnitten. „So wie Du es tust, muss diese Rolle gespielt werden.“

Preuß sprach allerdings nicht als Übersetzer und „Entdecker“ des Stücks zum Publikum – vielmehr war er in seiner Eigenschaft als Präsident des „Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachen und Bremen“ nach Delmenhorst gekommen, um Wieting auszuzeichnen. Mit einer Ehrenurkunde und der silbernen Ehrennadel würdigte er dessen Darstellungskunst und das 25jährige aktive Theaterspiel zum Erhalt der Niederdeutschen Sprache.

Wieting habe sich über die Jahre hinweg zu einem bekannten und beliebten Darsteller entwickelt, meinte Preuß. „Wir an der Küste würden sagen, du bist zum Leuchtturm des Delmenhorster Theaters geworden.“

Nach dem gut zweistündigen Frontalangriff auf die Lachmuskulatur hatte Wieting zu einem Empfang ins Ganderkeseer Airfield-Restaurant geladen. 150 Gäste kamen, darunter auch Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas sowie viele Freunde und Schauspielerkollegen. Er habe immer noch Bauchschmerzen vor Lachen, bekannte Prinz André I. Jonker, amtierende Ganderkeseer Faschingshoheit, freimütig. Und Gerrit Meyer, der wie Wieting zum vierköpfigen Büttenabendteam des Faschings zählt, attestierte: „Chef, das war gar nicht so schlecht.“ Woraufhin Wieting selbst sich flüsternd zu anderen Gästen wandte: Ein größeres Kompliment gebe es wohl nicht.

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