Ganderkesee - Dass das Tierheim Bergedorf nicht dem neuesten Stand entspricht, war Mark Ungnade schon Anfang 2011 klar, als er gemeinsam mit Ehefrau Sarah die Anlage am Eckerkamp übernahm. „Wir wollen an der Substanz was ändern“, sagte er jetzt beim Treffen mit Ganderkeseer SPD-Politikern. Fraktionschef Werner Brakmann und sein Stellvertreter Detlev Diepenbrok informierten sich vor Ort über Ungnades Vorstellungen, die er aber noch nicht öffentlich machen möchte. Es gehe ihm vor allem um modernere Haltungs- und Hygienebedingungen.
Mit den noch nicht abgeschlossenen Ermittlungen wegen angeblicher Verstöße gegen das Tierschutz- und das Arzneimittelgesetz hätten die Baupläne nichts zu tun, betonte Ungnade. Polizei und Veterinäramt hatten den Betrieb im Dezember durchsucht. Auch das Landesamt für Verbraucherschutz (Laves) sei dagewesen, berichtete der Betreiber. „Es wurde nichts Gravierendes bemängelt.“
Die Vertragspartner – die Gemeinden Ganderkesee, Hude, Berne und Lemwerder sowie die Städte Brake, Delmenhorst und Bremen – seien sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit, erklärte Ungnade. Eine andere Sichtweise hätten gelegentlich ehrenamtliche Tierschützer – „weil wir die Arbeit gewerblich machen“, meint er. Vor diesem Hintergrund ist aus seiner Sicht auch die Anzeige vom Dezember zu sehen.
Zurzeit sind im Tierheim Bergedorf gut 25 Hunde und rund 50 Katzen untergebracht. Sie werden von Mark Ungnade, seiner Frau Sarah und drei Tierpflegern versorgt, außerdem hilft ein Mitarbeiter von den Delme Werkstätten im Betrieb mit. Ein fester Kreis von etwa 30 „Gassigehern“ sorgt für Entlastung der hauptamtlichen Kräfte. Gesucht wird erstmals auch ein(e) Auszubildende(r).
