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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

In Stenum das Glück gefunden

24.08.2019

Die Orthopädie-Klinik in Stenum hat einen ausgezeichneten Ruf. Nicht umsonst kommen Patienten von weit her. Die Öffentlichkeitsarbeit ist daher auch für das Krankenhaus in Stenum enorm wichtig. Seit über acht Jahren trägt Daniela Wolff (51) die Verantwortung für die öffentliche Wahrnehmung dieser Klinik. „Mein jetziger Beruf ist meine Erfüllung“, schwärmt sie von ihrer Tätigkeit. Dabei ist sie zu diesem „Traumberuf“ eher zufällig gekommen und das hat auch mit ihrem Hobby zu tun.

Blickt Daniela auf ihre Kindheit zurück, strahlen ihre Augen. „Meine Eltern hatten an ihrem Haus in Delmenhorst einen großen Garten und ein Teil davon war nur für uns Kinder. Hier haben mein Bruder, ich und die Nachbarskinder viele unbeschwerte Stunden verbracht“. Da ihr Vater ein Segelboot hatte, war die Familie oft an der Küste. Schon früh lernten Daniela und ihr Bruder Windsurfen und später auch Wasserski.

Im Alter von 13 Jahren lernte Daniela Schlagzeug und wurde Mitglied der Band „Changers Five“. Zu der Zeit war sie die einzige Schlagzeugerin in Delmenhorst. „Damit ich bei unseren Zuschauern auch als Frau wahrgenommen wurde, habe ich mir meine Haare extra lang wachsen lassen“, erinnert sich Daniela.

In der Schule war sie fast immer Sprecherin ihrer Klasse und dazu auch Schulsprecherin. „Gerechtigkeit war mir sehr wichtig und ich hatte dabei auch keine Angst, unangenehme Dinge anzusprechen!“ 1984 machte sie ihren Abschluss an der Realschule an der Holbeinstraße.

Während ihrer Schulzeit war Daniela auf vielen Veranstaltungen Haar-Model für Friseure. In Hude absolvierte sie eine Ausbildung zur Friseurin und dieser Beruf machte ihr auch Spaß. Nach der Abschlussprüfung stellte sie für sich aber fest: „ Ein Leben lang Friseurin, das kann es nicht gewesen sein!“ Sie hatte immer schon den Traum, einmal Kunst zu studieren. Um die entsprechende Hochschule zu besuchen, legte sie in Bremen-Huchting ihr Fachabitur für Grafik und Design ab. Ihr kamen jedoch Zweifel, ob ihr Talent für ein Kunststudium reichen würde.

Ein Bekannter bot ihr einen Job in einer Produktionsfirma für Tennis-Bekleidung in Neuss an. „Das klang so gut, dass ich mit Sack und Pack nach Nordrhein-Westfalen gezogen bin“, erzählt Daniela Wolff. Doch nach der Probezeit wurde sie nicht übernommen. Was nun? Sie nahm ihr Schicksal selbst in die Hand und hatte Glück: Beim amerikanischen Paketzustelldienst und Logistikunternehmen UPS in Neuss war eine Stelle in der Verwaltung frei. Hier konnte sie ihr Können zeigen und arbeite sich in einer verantwortungsvollen Position hoch. Auch privat schien sie in ihrer neuen Heimat ihr Glück gefunden zu haben. Auf der Kö in Düsseldorf lernte sie ihren Mann kennen. Nach einem halben Jahr wurde geheiratet und in Mönchengladbach kaufte sich das junge Ehepaar ein Haus und renovierte es. Daniela wurde schwanger und das Glück schien perfekt. Durch eine Frühgeburt schwebten Mutter und Sohn jedoch in akuter Lebensgefahr. „Durch die vielen Wochen im Krankenhaus, habe ich die Abläufe intensiv kennengelernt“, erzählt Daniela. Während sie wieder vollauf gesundete, benötigte ihr Sohn Florian-Leon intensive Pflege und Therapien. Dieser Belastung hielt die Ehe nicht stand.

Als alleinerziehende Mutter kehrte Daniela Wolff nach zehn Jahren in ihre frühere Heimat zurück. Bei ihrem alten Arbeitgeber UPS arbeitete sie im Auslieferungszentrum in Bremen, bis sie bei einem Delmenhorster Hersteller für Polstermöbel als Verkäuferin im Innendienst anfangen konnte. Zehn Jahre später machte ein Bekannter vom Wasserski sie auf eine Stelle im Stenumer Krankenhaus aufmerksam. Hier übernahm sie den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

Die Anfangszeit war durch die Insolvenz der Klinik und die anschließende Umstrukturierung sehr schwer. „Die Sorge um das Haus und deren Mitarbeiter haben bei mir schon schlaflose Nächte verursacht“, gesteht Daniela Wolff. Durch ihre geleistete Arbeit bei der Außendarstellung des Unternehmens gewann sie schnell das Vertrauen der Klinikleitung und das hat sich bis heute nicht geändert.

Beruflich ist sie glücklich und auch privat hat sie mit ihrem Lebensgefährten Christian ihr Glück gefunden. „Zusammen mit meinem Sohn und den Töchtern von Christian sind wir eine richtige Patchwork-Familie.“ Besonders froh ist Daniela, wenn sie für die ganze Familie kochen kann. Die leidenschaftliche Köchin war vor einigen Jahren in der TV-Sendung „Kochduell“ dabei und konnte ihr Duell gewinnen. Bei der norddeutschen Spezialität Grünkohl streicht sie allerdings die Segel: „Das kann meine Mutter viel besser als ich!“

Dirk Wieting spricht mit Daniela Wolff (Klinik Stenum)

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