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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Mit der SG Bookhorn großgeworden

01.06.2019

Auf die Frage „Bist Du ein echter Ganderkeseer?“ antwortet Maik Scherschanski wie aus der Pistole geschossen: „Aber volle Pulle!“ In seinen bisherigen 44 Lebensjahren hat es nie einen Wohnsitz außerhalb seines Heimatortes Ganderkesee gegeben.

Schon mit zehn Jahren entdeckte Maik seine Leidenschaft fürs Kegeln. Aber nicht nur so nebenbei, sondern als aktiver Sportkegler beim VSK Ganderkesee. Mit seiner Mannschaft (B-Jugend) schaffte er unter anderem den vierten Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Da dieser Sport besonders an Wochenenden sehr zeitintensiv wurde, beendete er im Alter von 35 Jahren seine Karriere als Sportkegler.

Nicht nur die Kugel beim Kegeln reizte Maik, sondern auch der Fußball. In jungen Jahren spielte er in der E-Jugend des TSV Ganderkesee. Maik mochte nicht nur den Sport, sondern auch das Vereinsleben. Sein Vater Manfred gründete 1977 die SG (Sportgemeinschaft) Bookhorn. Heute spielt Maik hier in der Oldie-Mannschaft. Die Mitglieder schätzen ihn nicht nur als Kameraden auf dem Feld, sondern auch als engagierten Vorsitzenden.

2001 wurde er erstmals in den Vorstand berufen und seit mittlerweile neun Jahren ist er Vorsitzender der SG Bookhorn. Ihm ist es unter anderem zu verdanken, dass die Räumlichkeiten der ehemalige Bookhorner Schule zum Vereinsheim geworden sind. Ein Satz von Maik hat mich beeindruckt: „Ein Verein lebt von Leuten, die mehr tun als sie müssen.“

Für Maik Scherschanski ist das Ehrenamt eine ehrenvolle Tätigkeit und es macht ihm viel Spaß. So ist er nicht nur aktiv bei der SG Bookhorn, sondern war auch neun Jahre im Vorstand des Fördervereins der Grundschule Dürerstraße aktiv. Mit seinen Kindern verließ er die Schule.

Ein neues Ehrenamt ließ nicht lange auf sich warten. Im vergangenem Jahr wurde er angesprochen, ob er nicht Lust hätte, sich bei der Wahl zum Kirchenrat aufstellen zu lassen. „Ich war in den letzten Jahren zwar nicht sehr oft in der Kirche, aber wenn ich da war, hat es mir immer sehr gut gefallen“, erzählt Maik Scherschanski. Er ließ sich aufstellen, wurde gewählt und gehört nun zum Kreis der Kirchenältesten.

Neben den „normalen“ Aufgaben kümmert sich Maik zusätzlich um die Homepage der Ev. Kirche Ganderkesee und war auch einer der Initiatoren für die Teilnahme am Fasching um den Ring. Erstmals waren Mitarbeiter und Freunde der Kirchengemeinde als Orgelpfeifen dabei und wurden für ihren Auftritt mit dem vierten Platz in der Rubrik „Fußgruppe mit Mottowagen“ belohnt.

Kannte Maik beim Kegeln und beim Fußball genau sein Ziel, so sah es bei seiner Berufswahl etwas anders aus. Vor Abschluss der Realschule bewarb er sich als Postbote, als Bankkaufmann und als Elektroniker. Wobei ihm die Elektronik lag, denn schon im Alter von fünf Jahren schraubte er in der elterlichen Wohnung eine Steckdose auseinander. „Bei dieser Aktion habe ich einen gewischt bekommen“, erzählt Maik lächelnd.

Er hatte nicht nur viel Glück bei seiner ersten Begegnung mit der Elektrizität, sondern hatte auch das gewisse Glück in seiner beruflichen Laufbahn. Bei den Stadtwerken in Bremen absolvierte er seine Ausbildung zum Elektroniker. Nach der bestandenen Abschlussprüfung wurde er noch für einige Monate übernommen. Leider sah es zu der Zeit mit freien Stellen alles andere als gut aus.

Einer seiner Arbeitstage im Juni 1995 war schon fast zu Ende, als er und sein Arbeitskollege noch einen Funkspruch bekamen, dass sie eine Störung in einer namhaften Bremer Brauerei beheben mussten. Bei der Behebung des Schadens kam Maik mit einem Mitglied des Betriebsrates ins Gespräch und das äußerte eher beiläufig, dass diese Brauerei noch auf der Suche nach Mitarbeitern ist. Zuhause angekommen, verfasste Maik sofort die Bewerbung und schon einige Tage später war er Mitarbeiter in dieser Bremer Brauerei. „Wäre dieser Funkspruch nur wenige Minuten später gekommen, hätte ich Feierabend gehabt, und wer weiß, wie mein beruflicher Weg dann verlaufen wäre.“

Im kommenden Jahr kann Maik schon auf eine 25-jährige Betriebszugehörigkeit zurückblicken. In dieser Zeit machte er in Abendkursen seinen Meister und wurde dann Leiter der Ausbildungswerkstatt. Noch heute ist er in diesem Unternehmen für die nächste Generation von Elektronikern verantwortlich.

1998 war Maik schon beim Bau seines Eigenheimes – was ihm noch fehlte, war eine feste Partnerin. Er hatte einen großen Freundeskreis und dazu gehörte Swenja Sieckmann. Da auch sie ohne feste Beziehung war, planten sie einen gemeinsamen Urlaub als Freunde auf Kreta. Bei diesen Urlaubsplanungen kamen sich die beiden näher. „Als Freunde haben wir den Urlaub geplant und als Paar sind wir dann in Urlaub geflogen“, erzählt Maik lächelnd.

Schon ein Jahr später zogen beide in das neue Eigenheim und 2003 wurde geheiratet. Schnell vergrößerte sich die Familie mit den Kindern Jan-Dennis (heute 14) und Mila (10). „Maik kann kochen, tapezieren und repariert alles im Haus“, schwärmt Ehefrau Swenja. Welche Ehefrau wird da nicht neidisch?

Dirk Wieting spricht mit Maik Scherschanski,

Vorsitzender der

SG Bookhorn

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