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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Zu Hause fest verwurzelt

29.06.2019

Immer wieder begegne ich den grünen Transportern mit der Aufschrift „Garten-und Landschaftsbau Weete“ und ich wollte gern mehr erfahren. Vor 36 Jahren wurde das Unternehmen von Bernd Weete gegründet. Dabei hätte es GaLa-Bau Weete um Haaresbreite nie gegeben. Bernd hatte in jungen Jahren einen ganz anderen Berufswunsch – und nur, weil er von zu Hause nicht so weit weg wollte, scheiterte dieses Vorhaben.

Sein Zuhause war Steenöver bei Hoykenkamp. Dort hatten seine Eltern einen Bauernhof. Hier ist Bernd mit seinen fünf Geschwistern aufgewachsen. Nach seiner Kindheit gefragt, meint Bernd nur: „Ich habe viel dummes Zeug gemacht.“ Zu gern ärgerte er seine drei Schwestern, aber die wussten sich zu wehren. „Dann haben meine Schwestern zusammengehalten und ich habe von ihnen mal wieder eine ,Reise’ bekommen“, erzählt Bernd lächelnd.

Auch als zweitjüngstes Kind musste Bernd früh auf dem Hof helfen und am liebsten saß er auf dem Trecker. Hoykenkamp war und ist eine Hochburg im Handballsport. So war es kein Wunder, dass Bernd mit zwölf Jahren mit dem Sport begann. Schule war absolute Nebensache und notwendiges Übel. Bernd war viel lieber draußen in der Natur, als in einem Klassenzimmer zu sitzen. Wenn die Jäger zufällig an seiner Schule vorbeikamen, gab es für den kleinen Bernd kein Halten mehr. „Herr Lehrer ich muss auf Toilette“, war seine Ausrede. An diesem Tag wurde er nicht mehr gesehen. Er schwänzte den Rest des Tages und begleitete lieber die Jäger durch Wiesen und Felder.

Bernd selbst machte seinen Jagdschein erst relativ spät, vor 23 Jahren. Mittlerweile ist er einer von vier Pächtern im Jagdrevier Kühlingen. „Für mich steht die Hege und Pflege unseres Reviers an erster Stelle“, stellt Bernd fest. In Steenöver gab es auch einen See und so kam Bernd früh zum Angeln. Das machte ihm so viel Spaß, dass er Fischwirt werden wollte. Seine Eltern unterstützen sein Vorhaben, aber den nächstliegenden freien Ausbildungsplatz gab es erst hinter München. So weit weg wollte Bernd nicht, also musste Plan B her.

Neben dem elterlichen Betrieb hatte eine Gärtnerei ihren Sitz. Da blieb es nicht aus, dass Pflanzen auf dem Komposthaufen landeten. Bernd suchte sich diese heraus und zog sie groß. Mit Pflanzen zu arbeiten, machte ihm viel Spaß und so lernte er nach seinem Schulabschluss bei „Blumen Kessler“ in Delmenhorst den Beruf des Gärtners. „Das hat mir viel Spaß gemacht und ich habe meine Berufswahl noch nie bereut“, erzählt Bernd Weete.

Nach der Ausbildung ging es zur Bundeswehr. Erst hatte Bernd es mit Panzern zu tun und später war er für die Materialausgabe zuständig. In seiner Freizeit arbeitete er als Kellner im Offiziersheim und besserte so seinen Wehrsold etwas auf. Nach dieser Phase seines Lebens, sammelte er einige Jahre weitere berufliche Erfahrung in einem GaLa-Bau-Betrieb in Bremen. Dabei hatte er immer ein Ziel vor Augen: Eines Tages habe ich mein eigenes Unternehmen.

Am 15. März 1983 war es dann soweit. Seine Eltern hatten in der Zwischenzeit die Landwirtschaft aufgegeben und so wurde Steenöver sein erster Firmensitz. Nach einem Jahr konnte er seinen ersten Mitarbeiter einstellen und mittlerweile hat sich die Mitarbeiterzahl auf sechs erhöht.

Viele Jahre war Handball der Ausgleich zum Beruf. Ein Bekannter überredete ihn, von der TS Hoykenkamp zum TSV Grüppenbühren zu wechseln. Ohne diesen Vereinswechsel wäre sein Leben unter Umständen anders verlaufen. Beim TSV Güppenbühren lernte Bernd die junge Handballerin Ingrid Haren kennen und auf einer Silvesterfeier kam man einander näher. 1987 wurde geheiratet und vier Jahre später verlegte Bernd Weete seinen Firmensitz von Steenöver nach Grüppenbühren, zum Elternhaus seiner Ingrid.

Während Sohn Sebastian (27) einen anderen beruflichen Weg gewählt hat, ist Matthias Weete (30) schon mit im Betrieb und wird das Unternehmen einmal übernehmen. „Viele Jahre habe ich liebend gerne gepflastert, heute macht mein Rücken das nicht mehr mit“, erzählt Bernd. Heute ist er mehr für die Organisation und Koordination zuständig. „Ich bin aber immer noch morgens der Erste und abends der Letzte“, stellt Bernd lächelnd fest. „Bernd wird immer weiterarbeiten, solange es irgendwie geht“, ergänzt seine Frau.

Eines hat sich nicht geändert. „Reisen ist absolut nicht meins“, stellt Bernd fest. „Wenn überhaupt, dann höchstens vier bis fünf Tage, dann treibt es ihn schon wieder nach Hause“, bemerkt Ingrid Weete. Mit ihr fährt Bernd liebend gerne Fahrrad und erkundet die nähere Umgebung. Hier stellt er immer wieder fest, wie schön doch sein Grüppenbühren ist.

Dirk Wieting spricht mit GaLa-Bauer

Bernd Weete

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