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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Dirk Wieting Spricht Mit Timo Hüneke: Gut gerüstet für Prinzenrolle

23.11.2019

Es gibt Situationen, in denen Minuten zur Ewigkeit werden und die Nervosität von Sekunde zur Sekunde steigt. So erging es auch Timo Hüneke (30) am 11.11. im „Haus Adelheide“. Um genau 22.15 Uhr wurde er erlöst. In diesem Moment wurde sein Name aufgerufen und nun war es jedem klar: Timo Hüneke und Lea Rautenhaus sind das neue Ganderkeseer Prinzenpaar.

Gerade Timo war im Vorfeld schon als Favorit gehandelt und daher auch unzählige Male angesprochen worden. Immer wieder musste er sich eine neue Ausrede einfallen lassen, doch diese Zeit ist nun vorbei. Schon jetzt freut er sich auf die Faschingssession 2020 und ganz besonders auf den 22. Februar, den Haupttag des Ganderkeseer Faschings. Dann wird die Wildeshauser Landstraße in Hoyerswege zur Prinzenallee.

Hier ist Timo auch aufgewachsen. Schon als kleiner Junge war er am liebsten draußen in der Natur. Seit der F-Jugend war er bis vor wenigen Jahren ein aktiver Fußballspieler beim TSV Ganderkesee. Heute hängen seine Fußballschuhe am berühmten Nagel. Umso mehr hängt sein Fußballherz an seinem Lieblingsverein, dem SV Werder Bremen. Bereits im Alter von vier Jahren lernte er Skifahren in Kaprun in Österreich. Diesem Hobby ist er bis heute treu geblieben. In diesem Jahr bleiben seine Skier aber unberührt. „Das Risiko ist mir zu groß. Ich möchte vermeiden, dass ich mit Krücken beim Büttenabend einmarschieren muss“, sagt Timo lächelnd.

Familie Hüneke wohnt in Hoyerswege zusammen mit den Großeltern. Timos Opa Werner Hielscher war viele Jahre ein begeisterter Pferdezüchter. Auch Timo bekam sein Pony, aber das Interesse an Pferden hielt sich in Grenzen. „Das Pony war eben keine Maschine“, lächelt Timo. Seine Eltern Hergen und Sylvia Hüneke gründeten vor 30 Jahren ihre Firma „Hüneke Tiefbau“ und schon als kleiner Junge konnte er vom Maschinenpark seines Vaters nicht genug bekommen. Es gab nichts Schöneres, wenn er als kleiner Steppke alleine auf einem Bagger sitzen konnte.

Die Vorliebe für Maschinen änderte sich auch mit den Jahren nicht. Gerade in den Ferien unterstützte Timo seinen Vater in dessen Firma. Als Disco und Party bei Timo angesagt waren und die Feiern sich schon einmal bis in den frühen Morgen hinziehen konnten, musste er am nächsten Tag aber wie abgesprochen seinem Vater helfen. „Wer feiern kann, kann auch arbeiten“, ist seine Devise. „Dann ist mir das Pflastern schon mal schwer gefallen“, gesteht Timo.

Seine berufliche Zukunft war für ihn immer klar: eines Tages das Familienunternehmen weiterführen. Nach dem Abitur begann er mit dem Studium zum Bauingenieur. Da dieses Studium aber mehr in Richtung Hochbau ging, wechselte Timo vom Hörsaal in die Ausbildung zum Straßenbauer. Bei der Firma Nyhus & Lange in Hengsterholz konnte er seine Ausbildung dann in Rekordzeit beenden. Anschließend ging es gleich zum Meisterkurs nach Bielefeld.

Am 6. Februar 2016 hatte Timo in Bielefeld die praktische Prüfung und sein Heimatort Hoyerswege stand Kopf: Seine Schwester Saskia war Faschingsprinzessin. Obwohl er mit den Gedanken so einige Male zuhause war, bestand Timo seine Meisterprüfung und er schaffte es gerade noch, den letzten Teil des Faschingsumzuges mitzuerleben. Sein Vater fuhr viele Jahre die Zugmaschine für den Festwagen mit den Ex-Prinzenpaaren. Auf dem Nebensitz saß der kleine Timo. Schon damals hatte er nur einen Wunsch: einmal wie sein Vater diesen großen Trecker zu fahren. Dieser Wunsch ist nicht in Erfüllung gegangen, dafür aber wird Timo beim Faschingsumzug 2021 auf den Wagen der Ex-Prinzenpaare zu finden sein.

Nachdem er für den Beifahrersitz auf dem Trecker seines Vaters zu groß geworden war, war er zusammen mit dem Ortsverein Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege beim Faschingsumzug mit dabei. Vor ungefähr zehn Jahren wurde er dann Mitglied der Männergarde und noch heute denkt Timo an seinen ersten Auftritt beim Büttenabend. „Ich war schon sehr nervös, aber es hat dann doch alles super geklappt“, erinnert er sich. Ist er als neuer Faschingsprinz auch sehr glücklich, so hat er doch ein weinendes Auge. Als Ex-Prinz gibt es kein Zurück mehr in die Männergarde und gerade die dortige tolle Gemeinschaft wird Timo vermissen.

Im Oktober dieses Jahres standen plötzlich drei Herren vor der Tür seines Elternhauses. „Obwohl ich mittlerweile in Ganderkesee wohne, hatten sie mich noch im Büro erwischt“, erzählt Timo. Er wusste natürlich sofort: Diese drei Herren sind das sogenannte „Heldengreifkommando“. Sein Spontanes „Na, klar, ich mache das!“ wurde dann mit einem Obstler begossen. Ganze 14 Tage musste er warten, bis Präsident Uwe Meyer anrief: „Heute Abend kommen wir mit deiner Prinzessin.“

„Ich war tüchtig aufgeregt und hatte feuchte Hände“, erzählt Timo. Als Uwe Meyer beiseite ging und er seine Prinzessin erblickte, kam nur ein Wort: „Lea!“ Lea war Funkenmariechen in der Rot-Blauen Garde und natürlich kennt man sich unter den Aktiven sehr gut. „Mit Lea und unseren Ehrendamen sind wir ein tolles Team“, freut sich Timo.

Nach dem Fasching eine längere Ruhephase einzulegen, das wird bei Timo nicht möglich sein. Nicht nur, dass er als stellvertretender Geschäftsführer im Familienunternehmen gefordert ist, sondern im März steht für ihn ein weiteres Ereignis an: „Ich mache meinen Jagdschein – und das ist schlimmer als mein Abitur“, sagt Timo mit einem Lächeln.

Dirk Wieting spricht mit Timo Hüneke, Faschingsprinz

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