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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Erste Masten noch in diesem Jahr geplant

07.04.2017

Ganderkesee /Leipzig Grünes Licht von höchster juristischer Ebene: Die Höchstspannungsleitung Ganderkesee-St. Hülfe kann gebaut werden, nachdem das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag die sechs noch anhängigen Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss abgewiesen hat.

Damit wird die knapp 61 Kilometer lange 380 kV-Trasse zwischen den Umspannwerken in Ganderkesee und St. Hülfe bei Diepholz so gebaut wie vor einem Jahr im Beschluss der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr festgelegt: mit zwei 3,7 und 3,2 Kilometer langen Erdkabel-Abschnitten auf dem Gebiet der Gemeinde Ganderkesee sowie zwei weiteren unterirdischen Verläufen im Bereich Twistringen/Barnstorf (5,6 Kilometer) und auf den letzten 5,6 Kilometern vor dem Umspannwerk St. Hülfe.

Die Hoffnungen auf weitere Erdkabel-Abschnitte vor allem in der Samtgemeinde Harpstedt erfüllten sich nicht. Von der Gemeindegrenze Ganderkesee/Prinzhöfte bis kurz vor Twistringen verläuft die Trasse über 22,7 Kilometer komplett als Freileitung.

Harpstedts Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse ist vom Urteil „enttäuscht und ernüchtert“. Ein kleiner Trost ist für ihn, dass mit Blick auf die allererste Trassenplanung vor 14 Jahren gewisse Verbesserungen, etwa bei den Abständen zur Bebauung, erreicht worden sind.

Erdkabel in Ganderkesee

Auch im Ganderkeseer Rathaus wird bedauert, „dass der jahrelange Einsatz vieler Betroffener und aller Kommunen entlang der Leitungstrasse“ nicht zu mehr Erdkabel-Abschnitten geführt habe. Auf Ganderkeseer Gebiet immerhin verschwindet die Trasse zu einem großen Teil unter der Oberfläche. Trotzdem bleibt zwischen den beiden Erdkabelabschnitten eine 1,4 Kilometer lange Freileitung im Raum Strudthafe, die der Gemeinde nach wie vor ein Dorn im Auge ist. Gerichtlich dagegen vorgehen wollte sie jedoch nicht. An beiden Enden des Freileitungsabschnitts wird der Strom durch Übergangsanlagen, die mit 60 Metern ebenso hoch sind wie die Freileitungsmasten, auf das Erdkabel übertragen.

Netzbetreiber Tennet begrüßt das Leipziger Urteil als „sehr gute Nachricht mit hoher Signalwirkung“, wie Lex Hartman aus der Geschäftsführung sagte. Der Netzbetreiber will nun die schon begonnenen bauvorbereitenden Maßnahmen entlang der Trasse kontinuierlich fortsetzen und die Planung der Erdkabelteilabschnitte vorantreiben. Parallel werden erste Ausschreibungen für die erforderlichen Maßnahmen zum Freileitungsbau erstellt.

Fertigstellung bis 2021

Noch in diesem Jahr sollen die ersten Freileitungsmasten errichtet werden. Die Inbetriebnahme der kompletten Trasse ist für 2021 geplant. Wann die Bauarbeiten in der Gemeinde Ganderkesee beginnen, ist noch nicht absehbar.

Während laut Urteilsbegründung des Verwaltungsgerichts der Planfeststellungsbeschluss mit geltendem Naturschutzrecht „in Einklang steht“, hält der Naturschutzbund (Nabu) als einer der Kläger an seiner Kritik fest. So seien in der Diepholzer Moorniederung tausende Kraniche gefährdet, heißt es in einer ersten Stellungnahme.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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