FALKENBURG - Nicht nur die drei Kinder, die Siegmund Luther in der Grundschule Habbrügge (mit einer Unterbrechung) seit Anfang 2007 beim Lesenlernen unterstützt, bekamen am Montag große Augen. Auch ihre Mitschüler aus der 1. und 2. Klasse freuten sich über die Lesekiste, die Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas Schulleiterin Andrea Selke übergab. Prall gefüllt mit altersgerechtem Lesestoff soll diese vorerst letzte Kiste dem Lesepaten Luther und seinen drei Schülern künftig noch mehr Abwechslung bieten.

Das Freiwilligen-Forum „Mach mit“ hatte das Projekt „Lesepaten“ für Ganderkeseer Schulen im Herbst 2006 gestartet. In der Gemeinde wird an den Grundschulen Bookholzberg, Habbrügge, Lange Straße und Schierbrok sowie an der Hauptschule und der Realschule Ganderkesee mit Schülern gelesen.

Insgesamt hat „Mach mit“ bisher 40 Lesepaten an die Schulen vermittelt. Derzeit üben dort vier Lesepaten und 27 Lesepatinnen intensiv mit einem oder mit wenigen Schülern einmal in der Woche das Lesen. Durch Leseübungen und Vorlesen soll die Lesekompetenz der von den Klassenlehrern benannten Schüler erhöht werden. Ebenso sei es wichtig, den Kindern die Freude am Lesen zu übermitteln, meinte Elke Wiercioch von „Mach mit“.

Und das funktioniert offensichtlich: So hat sich Julian, einer von Luthers Schülern, am Montag gleich das Autobuch aus der Kiste geschnappt. Und auch sein ehrenamtlich tätiger Lesepate hat beachtliche Fortschritte bemerkt: „Es ist erstaunlich, wie gut Julian mittlerweile liest.“

Die Deutsche Bahn will mit den Arbeiten 2009 beginnen. Am Mittwoch ist die Bahndeponie Thema im Rathaus.

Von Hergen Schelling

Bookholzberg Bei der Sanierung der ehemaligen Bundesbahndeponie in Bookholzberg bleibt die Deutsche Bahn AG bei ihrem angekündigten Zeitplan. Das Unternehmen sieht keine Veranlassung, den Ganderkeseer Forderungen nach einer zügigeren Abwicklung der Arbeiten nachzukommen.

„Der Zeitplan ist mit allen Beteiligten abgestimmt und vom Gewerbeaufsichtsamt genehmigt worden“, betonte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis gegenüber der NWZ . Danach sei die Sicherung und Rekultivierung des knapp 33 Hektar großen Geländes in sechs Bauphasen vorgesehen, verteilt auf sechs Jahre.

Dass nicht – wie ursprünglich angekündigt und von der Gemeinde gewünscht – schon in diesem Jahr mit der Abdeckung begonnen wird, sondern erst 2009, begründete der Bahnsprecher mit dem aufwendigen Genehmigungsverfahren. Demnach würden die Arbeiten im Jahr 2014 abgeschlossen.

Der Ganderkeseer Gemeinderat hatte im Februar in einer Resolution die Deutsche Bahn AG aufgefordert, die Baumaßnahme früher zu beginnen, in größere Einzelabschnitte zu gliedern und bis Ende 2011 abzuschließen.

Mittlerweile haben der Bundestagsabgeordnete Holger Ortel (SPD) sowie die Landtags-Politiker Ansgar Focke (CDU) und Christian Dürr (FDP) auf die Resolution reagiert und der Gemeinde ihre Unterstützung für einen zügigeren Ablauf zugesagt. Auch der Landkreis Oldenburg würde einen früheren Abschluss der Sanierung ausdrücklich begrüßen.

Der Ganderkeseer Ausschuss für Straßen, Verkehr, Umwelt und Landwirtschaft wird sich mit dem Thema Bahndeponie in seiner Sitzung am Mittwoch (18 Uhr im Rathaus) erneut befassen.