FALKENBURG - In der einen Ecke suchen kleine Höhlenforscher in dunklen Kisten nach Ausgrabungsstücken, gleich nebenan puzzeln eifrige Archäologen biblische Textteile zusammen, während sich andere mit Tinte und Feder bemühen, so schöne Buchstaben zu malen wie früher die Mönche im Skriptorium. „Wir nennen das Aktivausstellung“, sagt Pastorin Anna-Barbara Naß-Gehrke mit Blick auf das emsige Treiben in der Scheune des Falkenburger Lutherstiftes.
Eine Woche lang werden Grundschüler aus der Gemeinde Ganderkesee von der Deutschen Bibelgesellschaft im Lutherstift mit der Bibel, ihrer Geschichte und ihren Geschichten vertraut gemacht. Am Dienstag war die Klasse 2a aus Bookholzberg zu Gast. „Das ist für uns ein Projekttag im Rahmen des Religionsunterrichtes“, sagt Klassenlehrerin Birgit Cramm. Sie freut sich, mit dem Lutherstift „so einen gut geeigneten außerschulischen Lernort“ in der Nähe zu haben.
Begonnen hatte der Vormittag mit biblischen Geschichten: Im eigens in der Scheune aufgebauten Nomadenzelt kuschelten die Kinder sich aneinander und hörten von Noah und der Arche. „So haben die Menschen schon 2000 Jahre vor Christi Geburt ihre Geschichten weitererzählt“, erklärte Naß-Gehrke den staunenden Kindern.
