Ganderkesee - Als Jongleur lässt sich der neunjährige Nino den „Flowerstick“, ein Stab mit Lederpuscheln an den Enden, über die Arme rollen. Sudi (13) kann schon wie ein Profi mit dem Diabolo umgehen. Und Ashley (8) meistert souverän die Trapeznummer. Keine Frage: Das eifrige Training im Rahmen der Ferienpass-Aktion hat sich ausgezahlt. Bei ihren Auftritten im „Circus Radieschen“ stehen die gut 30 Nachwuchsartisten den Größen der Manege in nichts nach. Der lange Applaus ist ihnen gewiss.
Der Auftritt der Kinder im Mitmach-Zirkus war einer der Höhepunkte beim großen Familienfest am Sonnabend im Freibad Ganderkesee zum Start in die Ferien. Zwei Tage lang haben die Mädchen und Jungen im Rahmen des Ferienpass-Angebotes geprobt. „Auch das offene Angebot an den Nachmittagen wurde sehr gut angenommen“, berichtete Kerstin Röhl von der Gemeinde. „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden.“ Obwohl erst ab 14 Uhr freier Eintritt galt, drängten sich schon am Vormittag Hunderte ins Bad.
„Die haben Lampenfieber bis unter die Zirkuskuppel“, sagte Zirkusdirektorin Ines Rosemann, als sie den Nachwuchs in der Manege ankündigte. Ob Jonglage, Balanceakt auf der Kugel oder Zaubertricks: Die Nachwuchsartisten meisterten alle Herausforderungen mit Bravour. Und als ob es nicht schon heiß genug war: Junge Fakire warfen sogar noch mit Fackeln um sich. „Nicht zum Nachmachen geeignet“, warnte Rosemann. Jüngste Akteurin in der Manege war übrigens die eineinhalbjährige Hündin „Mika Binelli“. Sie zog der Zirkusdirektorin sogar die Socken aus.
Damit nicht genug: Gemeindejugendpflegerin Hille Krenz mit ihrem Team bot Aktionen an vielen Ecken des Freibadgeländes. Beim „Action Painting“ mit Swantje Neubauer entstand ein buntes Bild anlässlich des 50. Freibad-Geburtstages. Der Tanznachwuchs erlernte bei David Perkunic den „Jump Style“. Und bei Hannes Drygala und Christina Gräver standen die Kinder Schlange, um die Reifenrutsche zu testen. „In unserer Jugendarbeit ist richtig was los“, freute sich Sieglinde Jahn, Fachdienstleiterin Schule/Jugend/Sport im Rathaus, über die große Resonanz beim Familienfest.
Das „Spielmuuhbil“ hatte unter anderem eine Hüpfburg aufgebaut. Es gab Jakkolo, Schminkstation, Fußball, Volleyball und spannende Wettkämpfe im Wasser, die das Freibad-Team um Aquapark-Betriebsleiter Edgar Sauer organisiert hatte.
Als Dankeschön für den großen Organisationsaufwand überreichte Zirkusdirektorin Rosemann an Kerstin Röhl ein Diabolo. Am Ende zeigte sich auch das Zirkusteam zufrieden: „Wir waren superglücklich mit den drei Tagen Ferienpass“, sagte Rosemann der NWZ . „Es ist witzig, vor Kindern und Erwachsenen im Badeanzug zu spielen.“ Gleichzeitig wagte sie einen Ausblick auf 2015: „Wir hoffen, nächstes Jahr hier fünf Tage zu sein.“
