GANDERKESEE - Auch im zweiten Anlauf hat der Ausschuss für Bildung und Kultur keine Einigung darüber erzielt, ob und wann ein Leitbild für die Gemeinde erarbeitet werden soll. Für das Projekt stehen im laufenden Haushalt bereits 10 000 Euro zur Verfügung.

Auf der Sitzung vor vier Wochen wurde eine Entscheidung vertagt, weil der Kostenrahmen nicht abzuschätzen war. Zur Sitzung am Mittwochabend hatte Rolf Schütze, Leiter der regioVHS, die mit der Projektleitung beauftragt werden könnte, einen Kostenvoranschlag vorgelegt, der von 15 000 Euro Gesamtausgaben ausgeht.

Die SPD-Vertreter im Ausschuss zeigten sich über die vergleichsweise geringe Summe sehr erfreut und riefen dazu auf, den Prozess umgehend in Gang zu bringen. Das Ziel einer kinder- und familienfreundlichen Gemeinde sei fraktionsübergeifend unumstritten, sagte Johannes Mestemacher. „Faktisch handeln wir ja schon danach.“ Das Leitbild eröffne die „einmalige Chance“, Bürger frühzeitig einzubinden, so dass sie „den politischen Prozess bereichern“.

Während Erika Vogel für die UWG feststellte, ein Leitbild habe keinen echten Mehrwert, sondern sei lediglich ein weiteres konzeptionelles Papier, „das uns als Gemeinde nicht weiterbringt“, und werde deshalb von ihrer Fraktion grundsätzlich abgelehnt, gab es in den Reihen von CDU und FDP vor allem Zweifel, ob die vorgelegte Kostenrechnung tatsächlich alle Ausgaben inklusive Folgekosten durch regelmäßige Aktualisierung des Leitbildes berücksichtige. Marion Daniel (FDP) sagte, man sollte in Ruhe darüber nachdenken, schließlich sei das Leitbild nicht so dringend erforderlich, dass eine Entscheidung übers Knie gebrochen werden müsste.

Schütze soll nun noch einmal nachrechnen und das Ergebnis in nichtöffentlicher Sitzung präsentieren, beschloss schließlich der Ausschuss.