Ganderkesee - Mit der Darstellung von Rollenbildern in den Medien setzt sich eine gleichnamige Ausstellung auseinander, die aktuell im Ganderkeseer Rathaus zu sehen ist. Hille Krenz, Geschäftsführerin des Präventionsrats, und Gleichstellungsbeauftragte Katrin Gaida-Hespe haben die Ausstellung nach Ganderkesee geholt, um den Fokus auf vorherrschende Ideale zu lenken, die oft nicht mit der Realität übereinstimmten.
„Allen sollte bewusst sein, was täglich auf uns und unsere Kinder einprasselt und welche Auswirkungen das haben kann“, betont Gaida-Hespe. Feste Frauen- und Männerklischees würden etwa in der Werbung gepflegt. Als Beispiele nennt sie die Darstellung des Mannes als Versorgers oder der Frau als Model oder Mutter. Vorgegebene Ideale könnten sogar zu Essstörungen führen. „Da wird – oft unbewusst – richtig Druck aufgebaut.“
Mediale Vorbilder führten oft zu Nachahmungseffekten, weiß Krenz. „Das echte Leben findet aber nicht auf Instagram statt.“ Auch seien junge Menschen oft von falschen Idealen beeinflusst. Sie sollten aus der ganzen Vielfalt, die das Leben bietet, frei auswählen können, meint Krenz.
Die zwölf ausgestellten Plakate, die unter anderem Leonardo di Caprio, José Mourinho und Michael Jackson zeigen, sind noch bis zum 8. Januar 2020 im ersten Obergeschoss des Lichthofs zu sehen. Anschließend kann die Ausstellung (etwa an Schulen) verliehen werden. Informationen:
