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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Lebensbilder starker Frauen im Fokus

31.08.2018

Ganderkesee 100 Jahre aktives und passives Wahlrecht für Frauen: Passend zu diesem Jahrestag, der 2018 begangen wird, ist auf den Fluren der regioVHS, Rathausstraße 24, eine neue Ausstellung zu sehen. Sie widmet sich vier besonderen Frauen: den „Müttern des Grundgesetzes“. Ganderkesees Gleichstellungsbeauftragte Katrin Gaida-Hespe lädt dazu ein, die Lebensbilder von Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel anzusehen.

Die vier Frauen waren 1949, als der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ den Weg ins Grundgesetz fand, die einzigen Frauen im Parlamentarischen Rat, der einen demokratischen Neuanfang für Deutschland einleiten sollte. „Ihnen und den vielen Frauen, die sich damals in der Öffentlichkeit für die volle Gleichberechtigung stark machten, ist dieser große Schritt für die Frauenrechte zu verdanken“, betont Gaida-Hespe.

Die Ausstellung würdigt das politische Engagement, das die vier Weggefährtinnen in den Gründerjahren der Bundesrepublik gezeigt haben. Erstmals gezeigt wurde sie zur ersten Verleihung des Helene-Weber-Preises am 5. Mai 2009, seitdem ist sie in ganz Deutschland unterwegs. „Die Geschichten von Gleichberechtigung und Frauenrechtsbewegungen sind weder uralt noch abgeschlossen. Gleichstellung ist in vielen Bereichen leider noch nicht selbstverständlich“, erinnert Gaida-Hespe.

Bis 1977 waren Frauen laut Gesetz dazu verpflichtet, den Haushalt zu führen und durften nur mit Einwilligung des Ehemannes arbeiten gehen. Erst seit 1997 ist Vergewaltigung in der Ehe eine Straftat. 2016 fand der Grundsatz „Nein heißt nein“ Einzug ins deutsche Sexualstrafrecht. 2017 wurde das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit verabschiedet. „Und 2018 liegt der Frauenanteil im Bundestag immer noch bei nur 30,9 Prozent“, zählt die Gleichstellungsbeauftragte auf.

Die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ kann noch bis zum 30. Oktober zu den üblichen Öffnungszeiten kostenfrei im Gebäude der regioVHS besucht werden. Ansprechpartnerin Katrin Gaida-Hespe ist per E-Mail unter gleichstellung@ganderkesee.de oder unter Telefon   04222/ 4 44 21 zu erreichen.

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