GANDERKESEE - Das konnte ja nichts werden: CDU-Fraktionschef Dietmar Mietrach als l i n k e r Verteidiger, SPD-Ortsvereinsvorsitzender Andreas Kowitz im r e c h t e n Mittelfeld und der Liberale Konrad Lübbe auf R e c h t s a u ß e n. Kein Wunder, dass die Mannschaft „Rathaus“ keine Chance hatte beim Menschenkicker gegen das Team „Landwirtschaft“. 2:4 hieß es nach einem schweißtreibenden Spiel – „nur“ 2:4, weil Landwirte, Landjugend, Landfrauen und Genossenschaftler ein bisschen das Tempo rausgenommen haben.

Dicht umlagert war am Sonntag aber nicht nur das Fußballfeld. Den ganzen Tag über schlenderten tausende Besucher über den Ganderkeseer Bauernmarkt. Sie hielten an den Ständen lokaler Erzeuger, informierten sich bei Dietrich Moorschladt über Kartoffeln, belagerten den Stuten- und Waffelstand der Landfrauen, kosteten Bratwürste aus Lamm-, Geflügel- oder Kaninchenfleisch und reihten sich geduldig in die Schlange ein, um sich die Kartoffelpuffer von Jürgen Alfs schmecken zu lassen.

Auch die elfte Auflage des Bauernmarktes dürfen die Organisatoren Landvolk, Landfrauen und Landjugend unter der Kategorie „Erfolg“ verbuchen. Das Konzept, ein Fest für die ganze Familie auf die Beine zu stellen, und dabei ganz bewusst auf großen Rummel und Fahrgeschäfte zu verzichten, ging einmal mehr auf. Die Kinder waren auf Hüpf- und auf Strohburg glücklich, vor allem aber im Gehege der Meerschweinchen von Inge Alfs aus Kühlingen. Nicht immer war auf den ersten Blick ersichtlich, ob sich dort nun mehr Nager tummelten oder mehr Kinder, die die kleinen Tierchen liebkosten und fütterten.

Dabei überrascht der Erfolg selbst Ortslandvolk-Vorsitzenden Jan-Bernd Meyerholz ein wenig: „Es ist schon verwunderlich, bei Schützenfesten kommt kaum einer, und hier ist es rappeldicke voll.“ Für ihn liegt das Geheimnis des Zulaufs in der familiären Atmosphäre des Marktes: „Die Menschen kommen, um sich zu sehen und um Freunde zu treffen.“

Freuen dürfen sich aber nicht nur die Organisatoren: Auch die drei Jugendspielmannszüge der Gemeinde (Ganderkesee, Bookholzberg und Feuerwehr) dürfen auf eine stattliche Zuwendung hoffen. Einmal mehr waren die Stuten der Landfrauen schon vor Ende der Veranstaltung ausverkauft, der Erlös wird den Nachwuchsmusikern zugute kommen.