GANDERKESEE/BOOKHOLZBERG - „Der Volkstrauertag hat nicht nur eine in die Vergangenheit gerichtete Bedeutung, sondern ist für mich als Soldat gleichzeitig heute auch der Auftrag zu humanitärer Hilfe und Friedensmissionen in der Welt“, schilderte Oberst Winfried Zimmer am Sonntag während seiner Rede bei der zentralen Gedenkveranstaltung in der Gemeinde Ganderkesee. Der in Ganderkesee lebende Zimmer befehligt vom Stützpunkt Adelheide aus 5000 Soldaten und sprach auf Einladung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Thema „Die Einsätze der Bundeswehr, eine Verpflichtung für die Menschheit“. Der Frieden müsse „wie ein Schatz bewahrt“ werden, mahnte er.
An der Gedenkfeier nahmen neben Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas weitere Mitglieder der Verwaltungsspitze sowie zahlreiche Ratsmitglieder und Bürger teil. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung, die bereits im zehnten Jahr im Rathaus Ganderkesee stattfindet, vom Blechbläserensemble des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr sowie von Rebecca Reiserer am Klavier. Anschließend ging es zur Kranzniederlegung und Totenehrung am Ehrenmal und an der St. Cyprian- und Corneliuskirche.
In Bookholzberg hatte die Gemeinschaft Bookholzberger Vereine in die Aula der Hauptschule geladen. Dort trugen junge Erwachsene fiktive Kriegslebensläufe vor, dazu spielte der Bookholzberger Spielmannszug. Die Ansprache hielt Pastor Gunter Blaschke. Im Namen der Organisatoren wies Edeltraut Mietrach zudem darauf hin, dass an diesem Tag auch der Opfer heutiger Kriege gedacht werden sollte: „An diesem Tag geht es um alle jungen Leben, die viel zu früh ausgelöscht wurden.“
