GANDERKESEE - Was sagt eine Frau, wenn sie im Louvre zum ersten Mal vor dem Bild der Mona Lisa steht? Heino Trusheim kennt die Antwort. „Komischer Rahmen.“ Denn Frauen, so erklärte der Comedian am Donnerstagabend dem lachenden Publikum im Haus Müller, „pflücken Details“. Am Donnerstag tat er es dem weiblichen Geschlecht gleich: In seinem Programm „Höhepunkt“ pflückt der Mann mit dem goldenen Mikro Details aus alltäglichen, auf den ersten Blick banal erscheinenden Begebenheiten heraus. Witzige Details, versteht sich.
Tiefgang war da natürlich nicht zu erwarten. Die Herausforderung für die etwa 70 Zuhörer im ausverkauften Kulturhaus bestand eher darin, beim Lachen nicht den nächsten Witz zu verpassen.
Seine Vorbilder findet der 40-jährige Hamburger in den Vereinigten Staaten. Dort, so sagte er, gebe es viele Comedians, die sich mit spitzer Zunge den Alltag vorknöpfen, ihn auch politisch sezieren.
Tipps für die Männerwelt
Genüsslich und mit teils köstlicher Mimik erläuterte Trusheim in Ganderkesee erst mal, was Männer bei Frauen stutzen lässt. Da sei zum Beispiel die Freude an der Konversation – wobei der 40-Jährige für die anwesende Männerwelt ein paar Tipps mitgebracht hatte, wie das Zuhören möglichst interessiert wirkt.
Auch in ihrem Handeln seien die Geschlechter sehr verschieden voneinander, wusste Trusheim – und sah sich mit einem Beispiel einem vergnügt nickenden Saal gegenüber: Wildfremde Schwangere würden, wenn sie sich auf der Straße begegnen, einander zulächeln. Männer mit dicken Bäuchen täten das nicht.
Kampf gegen Bettlaken
Frauen seien das stärkere Geschlecht, das habe er bei der Entbindung seiner Frau nun wirklich erfahren. Die habe heftige Wehen durchgemacht, auch Schmerzen gehabt – „Schmerzen von einem Level, also, ich hatte da mal nen Splitter im Finger...“.
Wie bei einem Spaziergang machte der Comedian Station im Saturn-Markt um die Ecke, er beschrieb den Kampf gegen das große Laken im eigenen Bett, auch die aktuelle Terror-Warnung im Radio („ich dachte, die Flippers gehen wieder auf Tournee“). Witzig auch die Plaudereien über die Fahrradstaffel der Hamburger Polizei – und ihre Autoritätsprobleme: „Ich muss Sie mitnehmen aufs Revier. Stange oder Gepäckträger?“
