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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Dirk Wieting Spricht Mit Andreas Lange: Mit Mut, Zuversicht und Selbstvertrauen zum eigenen Unternehmen

25.04.2020

Ganderkesee Nicht immer verläuft ein beruflicher Weg gradlinig, manchmal ist er auch kurvenreich. So könnte man auch die Karriere von Andreas Lange (58), Inhaber und Geschäftsführer von [k]Nord in Ganderkesee, beschreiben. Dazu kommen noch jede Menge Mut, Zuversicht und Selbstvertrauen. Heute sagt er mit leuchtenden Augen; „[k]Nord, das ist mein Leben“ und fügt hinzu: „Das hätte ich so nicht gedacht.“ Aber der Reihe nach.

Bremen war viele Jahre Andreas’ Heimat. „Ich hatte eine sehr glückliche Kindheit. Wir wohnten in der Neustadt und hatten damals noch viel Feld, Wald und Wiesen hinterm Haus. Hier konnten wir uns austoben und das oft, bis es dunkel wurde.“ Natürlich wurde auch Fußball gespielt. Schon früh besuchte Andreas mit seinem Vater die Heimspiele des SV Werder im Weserstadion. Diese Leidenschaft ist dem Dauerkartenbesitzer bis heute geblieben.

Selbst spielte Andreas nur kurz Fußball im Verein. Beim Aufwärmtraining war er immer der Schnellste. Ein Leichtathletik-Trainer empfahl ihm, zur Leichtathletik zu wechseln. Andreas überlegte nicht lange. Mit seinen 14 Jahren träumte er nun von einer großen Karriere als Läufer. 1981 nahm er an den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Gelsenkirchen teil. Den Einzug ins Finale schaffte er nicht. Er war zwar ein guter 800-Meter-Läufer, gestand sich selbst aber ein, dass er es bis zur absoluten Spitze nicht schaffen würde. Mit 19 Jahren beendete er seine Karriere als Mittelstreckenläufer. Viele Jahre gab er sein Können als Trainer weiter, so auch als Assistent bei der 2. Fußballmannschaft des VfL Stenum.

Andreas schwärmt von seiner Zeit am Gymnasium Huckelriede, mit dem Schwerpunkt Sport. „Wenn ich noch einmal die Zeit zurückdrehen könnte, dann wäre es die Zeit auf dem Gymnasium.“ Sein berufliches Ziel war Sportlehrer. Nach dem Abitur rief zunächst die Bundeswehr, aber Andreas hatte keine Lust auf Waffen und Manöver. Bei den Johannitern machte er seinen Zivildienst, unter anderem im Fahrdienst für schwerbehinderte Menschen.

An der Sporthochschule in Mainz hatte Andreas seine Aufnahmeprüfung bereits bestanden, als er von einem Freund einen Rat bekam: „Überleg es dir noch einmal! Was nützt es, wenn du später keine geeignete Stelle bekommst.“ Das leuchtete Andreas ein. Da ihm das Fahren beim Zivildienst so gut gefallen hatte, verdiente er sein Lebensunterhalt in den beiden folgenden Jahren als Taxifahrer, um dann in Berlin Chemie zu studieren.

Doch wieder nahm sein geplanter Weg eine Wendung. Ein Bekannter empfahl ihm, Chemielaborant zu werden. „Bei uns ist gerade ein Ausbildungsplatz frei.“ Mit „uns“ war „Industrie Abwasser Technik“ (IAT) in Bremen gemeint, aus der später die Firma Umweltschutz Nord entstand. Auch nach seiner Ausbildung blieb Andreas Lange dem Unternehmen treu, das 1987 nach Ganderkesee zog. Einige Jahre später wurde er Abteilungsleiter. Das blieb er auch, als die Bereiche „Entsorgung“ und „Kompostwerk“ zusammengelegt wurden. Im Juni 2003 musste das Unternehmen aber Insolvenz beantragen. Für Andreas Lange gab es einige schlaflose Nächte, denn auch sein Bereich sollte veräußert werden.

„Warum soll ich etwas aufgeben, was mir Spaß macht?“, sagte er sich. Mit einem Unternehmensberater studierte er alle Geschäftszahlen. Mit viel Mut und Selbstvertrauen entschloss er sich, seine Abteilung mit zwei weiteren Gesellschaftern zu erwerben. Aktuell hat [k]Nord die Geschäftsfelder „Entsorgung“, „Logistik“ und „Lärmschutz“. „Es war das Beste, was mir passieren konnte“, freut sich Andreas Lange.

Nicht nur beruflich hat er im Unternehmen sein Glück gefunden. Hier lernte er auch Sylke Sölbrandt kennen. Seit 1991 sind beide ein Paar, 1997 wurde geheiratet. Ein Hobby des Ehepaars Lange sind Reisen, gerne in die USA. Zu Sylkes 50. ging es nach Los Angeles. In der Unterkunft angekommen, meinte Sylke: „Was sollen wir beide mit so einem großen Haus?“ Kurze Zeit später standen „Touristen“, mit Sonnenbrille und Kameras im Haus. Sylke, sichtlich erschrocken und irritiert: „Was machen die Leute hier? Andreas, tu etwas!“ Dann gaben sich die „Touristen“ zu erkennen: Es waren Sylkes Freundinnen und Gianna (32), Andreas’ Tochter aus erster Ehe. Diese Geburtstagsüberraschung für seine Sylke war mehr Andreas als gelungen. Wenn man so einen dynamischen Mann hat, dann muss man sich auch nicht wundern!

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