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Tennishalle in Westerstede brennt
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Aktualisiert vor 3 Minuten.

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Tennishalle in Westerstede brennt

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Nicht alles Grüne gehört in die Natur

06.07.2019

Ganderkesee „Zurück zur Natur“ – So hatte sich Rousseau das aber bestimmt nicht vorgestellt: Zur Wachstumszeit entsorgen viele Bürger Grün- und Gartenabfälle auf eigene Faust in der Landschaft, gerne auch im Wald. Das beklagt der Naturschutzbund (Nabu) Niedersachsen, der aktuell zu fachgerechter Entsorgung oder Kompostierung aufruft. In Ganderkesee ist das Problem altbekannt.

Wo bereits Abfall liegt...

„Die Leute machen sich überhaupt keine Gedanken, was sie damit verschlimmbessern“, sagt Hans Fingerhut, Vorsitzender der Ortsgruppe des Nabu in der Gemeinde. „Es ist ein Missglaube, Pflanzenmaterialien aus dem Garten irgendwo abladen zu können.“ Das Problem sei flächendeckend in Ganderkesee, am Schlutterberg für ihn aber besonders bemerkbar. „Wir vom Nabu betreuen dort eine Streuobstwiese und da wird immer wieder Grünschnitt in die Landschaft gekippt.“

Vor Ort angesprochene Verursacher zeigten oftmals kein Unrechtsbewusstsein, berichtet Fingerhut. „Da kommt dann ein ,Das geht hier doch zur Natur zurück’ als Antwort“, sagt er.

Die so vorgefundenen Grünabfälle entsorgt Fingerhut bislang auf eigene Faust. „Was soll man denn machen, das liegenlassen?“ Anders lasse sich das Problem derzeit nicht lösen, zumal es häufig schnell einen Nachahmungseffekte gebe, kaum dass jemand mit einem Müllberg „vorgelegt“ habe.

Diese Beobachtung teilt Uwe Dölemeyer vom Amt für Bodenschutz und Abfallwirtschaft im Landkreis Oldenburg: „Wenn irgendwo Abfälle liegen, denken viele, sie könnten einfach etwas dazutun.“ Der Landkreis selbst entsorge nur wilden Sperr- und Hausmüll und informiere bei gemeldeten Fällen von herumliegendem Grünschnitt lediglich per Infoschreiben.

Entsorgung sehr günstig

Dennoch sei man sich des sehr schwierigen Themas bewusst, bestätigt Dölemeyer. „Genau deswegen haben wir den Nutzungszwang der Biotonne“, erklärt er. Davon können Bürger sich freistellen lassen, auch wenn sich das aus seiner Sicht nicht lohnt: „Für 2,10 Euro gibt es die kleinste Abfalltonne im Monat. Da verfährt man ja mehr an Sprit, wenn man Müll im Wald abkippen will“, sagt er. Zusätzlich gebe es in jeder Gemeinde Annahmestellen für Grüngut, was auch sehr gut angenommen werde.

„Trotzdem haben wir hier und da ein paar Mitbürger, die glauben, das Zeug wäre besser im Wald oder in Parkanlagen aufgehoben.“ Seiner Meinung nach müsste es jedem möglich sein, eigene Abfälle zu den derzeit geltenden Gebühren richtig zu entsorgen.

Direkt betroffen von wild entsorgtem Grünschnitt sind auch Landwirte, wie Cord Wübbenhorst erklärt. „Wir pflegen die Landschaft hier in der Gemeinde“, sagt der Vorsitzende des Ortslandvolkes. „Uns ärgert das deshalb richtig.“

Bußgeld für wilden Müll

Er kritisiert, dass die Verursacher unreflektiert Biomasse und Samenpotenzial – oft von nicht einheimischen Pflanzen – an dafür unpassenden Orten verteilten. „Ich frage mich, wer macht sowas? Das muss ja vorher geplant werden“, äußert Wübbenhorst sein Unverständnis vor allem über die Umstände, die für ein heimliches Abladen oft in Kauf genommen werden müssen.

Aus seiner Sicht gebe es günstige Möglichkeiten zur Entsorgung: „Ein paar Euro für fünf bis sechs Säcke an organischem Material, das ist doch nichts.“ Zumal die Straßen zur Annahmestelle – anders als Feld- und Waldwege – auch befestigt seien.

Die illegale Entsorgung von Grünabfällen in der Natur stellt in Niedersachsen übrigens eine Ordnungswidrigkeit dar, die je nach Menge mit bis zu 1500 Euro geahndet wird. In der Gemeinde können derartige Abfälle regulär beim Wertstoffhof der K-Nord, Weststraße 10 in Ganderkesee, abgegeben werden.


Preisliste für die Annahme von Grünabfällen bei der K-Nord:     http://bit.ly/knord-annahme 
  Mehr zur Entsorgung von Grünabfällen auf der Webseite des Nabu:    http://bit.ly/nabu-kompost 
Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
04222 8077 2743
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