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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Einsatz für die Umwelt zahlt sich in Ganderkesee aus

18.10.2019

Ganderkesee /Falkenburg Christel Zießler und Heiner Lüschen ärgern sich: Am Donnerstag, ausgerechnet dem Tag der Ehrung von Ganderkeseer Vereinen für ihren Einsatz bei der Aktion „Saubere Landschaft“, stießen die beiden Mitglieder des Ortsvereins Falkenburg-Habbrügge an der Hasbruchstraße auf eine neue wilde Müllablagerung: Drei Autoreifen und vier Radkappen hatte Anwohner Gunnar Engeßer dort zuvor bei der Pflege des Randgrabens gefunden und aus dem Wasser geborgen.

„Die Winterreifen sind auf Felgen gezogen, das Profil ist noch gut, man könnte sie gleich weiterverwenden“, wundert Zießler sich. „Es ist doch eine Schweinerei, womöglich liegt ein vierter Reifen hier irgendwo in einem der Maisfelder. Beim Abernten kann er den Häcksler zerstören“, wettert Vereinskollege Lüschen. Anwohner Harro Schulze kommt mit seinem Hund Balou vorbei. „Und bald beginnt auch noch die Kohlfahrtsaison“, kündigt er an.

Immer dann, wenn Kohlgänger sich in den Wintermonaten mit ihren Bollerwagen durch den nahen Hasbruch auf den Gang zum dampfendem Kohl machen, finden Anlieger der Hasbruchstraße am Wochenende in ihren Briefkästen neben Post oder Zeitungen vor allem eines vor: perfide entsorgtes Leergut. Schulze nimmt’s mit Humor: „Ich kann am Pfand verdienen“, sagt er. „Generell“, betont Ortsvereinsmitglied Lüschen, „ist die von uns in Falkenburg während der Aktion gesammelte Müllmenge in den letzten Jahren zurückgegangen“.

Müll umweltgerecht und legal entsorgen

Hinweise aus der Bevölkerung zu illegalen Abfallablagerungen nehmen beim Landkreis Oldenburg Hergen Stolle und Sabrina Grensemann unter Telefon   04431/85-443 oder 04431/85-671 entgegen; per E-Mail: Hergen.Stolle@oldenburg-kreis.de; Sabrina.Grensemann@oldenburg-kreis.de.

Auf den Wertstoffhöfen in Ganderkesee (Weststraße 10), Hude (Leckerhörne), Neerstedt (Kirchhatter Straße 8), Wardenburg (Rothenschlatt 35) und Wildeshausen (Bargloy) können Wertstoffe und Abfall, darunter auch Altreifen, abgegeben werden – teils gebührenpflichtig.

Wenn Verursacher von wildem Müll ermittelt werden, müssen sie die Entsorgungskosten übernehmen und ein Bußgeld zahlen.

Seit 1974 ruft der Landkreis jährlich Privatpersonen, Orts- und Heimatvereine, Dorfgemeinschaften, Schulen und sonstige Organisationen zur Teilnahme an der Aktion „Saubere Landschaft“ auf.

Kreisweit jedoch steigt der Ärger über illegalen Müll in der Landschaft steil an: Im Vergleich der Jahre 2005 (310 Fälle) und 2018 (860 Fälle) habe sich die Anzahl der illegalen Müllablagerungen fast verdreifacht, hatte Landrat Carsten Harings kürzlich im Kreishaus bei der Abschlussveranstaltung der Aktion „Saubere Landschaft“ berichtet. Der wilde Müll wird von externen Entsorgungsfirmen eingesammelt und der Verwertung oder Beseitigung zugeführt. Der Umweltfrevel einzelner Bürger belastet alle Müllgebührenzahler: Rund 50 000 Euro – Tendenz steigend – zahlt der Landkreis jährlich für die Beseitigung. Unnötige Kosten, die auf die Müllgebühren aufgeschlagen werden.

Nach der Kreisverwaltung, die Ende August 99 Teilnehmer der Aktion aus dem gesamten Kreis ausgezeichnet hatte, dankte am Donnerstagabend Bürgermeisterin Alice Gerken im Rathaus speziell den 22 Ganderkeseer Gruppen, die mit rund 500 Aktiven diesmal eine Rekordbeteiligung ermöglichten.

Verbunden war ihr Dank mit der Übergabe von Urkunden sowie der Überweisung einer Prämie. Seit acht Jahren belohnt nämlich auch die Ganderkeseer Verwaltung die teilnehmenden Gruppen aus der Gemeinde mit einem zusätzlichen Geldbetrag in gleicher Höhe wie der Landkreis. Und weil die Kreisverwaltung in diesem Jahr erstmals eine erhöhte Prämie ausschüttete, gab es diesmal einen Gesamtbetrag von 3230 Euro anstelle der bisherigen 2000 Euro.

Thorsten Konkel Redakteur, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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