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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Immer wird zum närrischen Außenposten

15.11.2018

Ganderkesee In Immer könnte es am 2. März 2019 zu Staus kommen: Wenn die Garden, Ex-Prinzen, Musikzüge und Offiziellen der GGV anrücken, um die Prinzen für den Fasching um den Ring abzuholen, wird es voll im Dorf – schließlich leben drei der vier Majestäten gerade einmal 700 Meter voneinander entfernt, zwei sogar im gleichen Haus.

Mit Claudia I. (Ordemann) und Annie I. (Ordemann) führen in der 68. Session erstmals Mutter und Tochter die Ganderkeseer Narren durch die fünfte Jahreszeit. Nur 1988 hatte es mit Marita und Thorsten Hagstedt schon einmal die Kombination „Mutter und Sohn“ auf dem Thron gegeben – in jener Session, in der auch der heutige GGV-Präsident Uwe Meyer als Prinz amtierte.

Prinzessin zögert kurz

Als das Heldengreifkommando vor einigen Wochen anklopfte, stand für Claudia Ordemann eines fest: Zusagen würde sie nur, wenn sie durch ihr „Ja“ nicht Tochter Annie die (zeitlich begrenzte) Chance nähme, den Kinderthron zu besteigen. Erst als der GGV-Präsident glaubhaft versicherte, dass noch ein weiterer Besuch des Heldengreifkommandos im Hause Ordemann anstehe, willigte die 47-Jährige ein.

Was das Amt bedeutet, weiß nicht nur Claudia Ordemann, deren Ehemann Dieter vor zehn Jahren zum Prinzen gekürt wurde – als sie selbst übrigens gerade mit Anni schwanger war. Auch Prinz Stefan II. (Hinderlich) weiß genau, worauf er sich einlässt: Ehefrau Anke führte durch die Session 2014/2015.

Die Termine

Ihren ersten öffentlichen Auftritt seit der Proklamation am 11.11. haben die Prinzenpaare Stefan II. und Claudia I. sowie Konrad I. und Annie I. zusammen mit den vier Ehrendamen beim Ganderkeseer Weihnachtsmarkt, der am Wochenende 8./9. Dezember von der GGV auf dem Friedrich-Bultmann-Platz (vor der regioVHS) veranstaltet wird. Am Sonntag eröffnen die Majestäten das Markttreiben gegen 14.30 Uhr.

Vor den Prinzen liegt eine außergewöhnlich lange Session. Der Festumzug wird 2019 erst am Sonnabend, 2. März, um den Ring rollen. Vorher gehen die vier Büttenabende über die Bühne: an den Freitagen und Sonnabenden, 15. und 16. Februar sowie 22. und 23. Februar, in der Festhalle am Steinacker. Dort findet auch der Kinderfasching statt: Am Sonntag, 17. Februar, steigt die Party für den närrischen Nachwuchs ab 15 Uhr.

Stefan Hinderlich, der sich als Ehrenkappenträger wenig Gedanken um eine Regentschaft gemacht hatte, brauchte kaum Bedenkzeit, als ihn das Greifkommando zu Hause in Immer besuchte. „Ich habe mich nur kurz mit meiner Frau besprochen“, berichtet der 59-Jährige. „Aber wir dachten sofort an unsere Nachbarn!“

Die konnte der Prinz inzwischen davon überzeugen, dass es nach vier Jahren schon wieder ganz spaßig sein könnte, alles für den großen Tag vorzubereiten. Und auch die Majestäten selbst sehen der fünften Jahreszeit mit großer Vorfreude entgegen – trotz aller Faschingserfahrung aber auch mit großer Aufregung, wie beide einräumen.

Traum erfüllt sich

Keine Sekunde gezögert, die Prinzenrolle zu übernehmen, haben die kleinen Prinzen. Für Annie I., die die Grundschule Dürerstraße besucht, geht ein langgehegter Traum in Erfüllung. Dass sie diesmal beim Kinderfasching nicht mit der Roten Garde auftreten kann, bedauert die Neunjährige sehr. Doch die neue Rolle lockte ebenfalls. „Kinderprinzessin kann man ja nur ein Mal werden.“

Konrad I. (Schwenzel) hat bereits erfahren, was es bedeutet, auf dem Faschingsthron zu sitzen: „Meine Lehrerin hat mich mich ,Guten Morgen, Eure Hoheit’ begrüßt“, berichtet der Neunjährige vom ersten Schultag nach der Proklamation. Die Mitschüler in Bookholzberg hätten ihn direkt beglückwünscht. Gewundert habe er sich, überhaupt vom Greifkommando aufgesucht worden zu sein. „Ich hab immer gedacht, bis nach Bookholzberg kommen die nicht.“

Große Vorfreude auf die Session herrscht auch bei den vier Ehrendamen Celina Famulla (21), Lisa-Marie Kuhnke (21), Marieken Molde (20) und Irina Fetter (23). Auch wenn sich die vier vor der Session kaum kannten – das Team harmoniere, sind sie überzeugt. Vor Prinzenpaaren und Ehrendamen liegt jede Menge gemeinsame Zeit: Bis zum Umzug dauert es so lange wie selten.

Den Saisonhöhepunkt bezeichnen beide erwachsenen Majestäten als eines ihrer persönlichen Highlights der Session. Anders als Claudia I. hat Stefan II. den n Tag allerdings nicht aus der Perspektive des Ehepartners einer Tollität erlebt: Als Anke II. auf dem Prinzenwagen saß, lag er im Krankenhaus und musste sich mit Fotos und Videos begnügen.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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