GANDERKESEE - Der Austausch des Moderatoren-Paares für die Faschings-Büttenabende ist jetzt endgültig zum Politikum geworden: In großer Einmütigkeit stellte sich am Donnerstagabend der Ganderkeseer Gemeinderat hinter den SPD-Ratsherrn Andreas Kowitz, der die Moderation entgegen der ursprünglichen Planung nicht mehr übernehmen wird. Nach angeblich „massiven Protesten“ aus Bookholzberg und auch „Bedenken aus der Politik“ wollte die Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV), wie es hieß, Kowitz aus der Schusslinie nehmen und auch die Faschings-Veranstaltungen vor Schaden bewahren.

Nachdem Kowitz selber bereits beklagt hatte, dass GGV-Präsident Uwe Meyer ihm nicht „Ross und Reiter“ genannt habe, forderten nun auch Sprecher der UWG- und der CDU-Fraktion, dass die Kritiker „sich outen“. Sowohl Bookholzberg als auch die kommunale Politik seien durch die Ereignisse in Verruf gebracht worden, monierten UWG-Fraktionschef Otto Sackmann wie auch sein CDU-Amtskollege Dietmar Mietrach.

Beide versicherten auch übereinstimmend, dass aus den Reihen ihrer Fraktionen niemand gegen Kowitz interveniert habe. „Mir tut es richtig leid“, sagte Mietrach, der den SPD-Politiker als Opfer einer Mobbing-Kampagne sieht. „So geht man nicht mit Menschen um“, meinte auch der Ratsvorsitzende Hans-H. Hubmann (CDU). Für SPD-Fraktionschef Hans Mestemacher hat „die Idee des Faschings“ gelitten, Menschen ohne Ansehen der Herkunft oder Parteizugehörigkeit zusammenzubringen.

Kowitz bedankte sich bei den Ratskollegen für die Solidarität, aber auch beim Büttenabend-Regiechef Dirk Wieting. Dieser habe ihm die Nachricht, dass er und seine Co-Moderatorin Franziska Gehrau auf ihren Auftritt verzichten sollten, „mit viel Herz überbracht.“ Wieting sei bei der Geschichte leider „der große Verlierer“, meinte Kowitz, der hofft, „dass der Fasching keinen Schaden nimmt.“

Anstelle des Bookholzberger Duos werden nun Gesa Stieneker-Intemann und Andreas Laqua die Büttenabende am 6. und 7. sowie 13. und 14. Februar moderieren. Den beiden wünschte Kowitz „gutes Gelingen.“ S.34