Ganderkesee - „Das war ganz anders als sonst – aber doch ein wichtiges und gutes Signal, dass es irgendwie weitergeht“, fasst Organisatorin Kerstin Röhl ihre Eindrücke zum Ferienpass 2020 zusammen. Coronabedingt musste das Programm im Vorfeld zusammengestrichen werden, um das Infektionsrisiko zu minimieren. „Entsprechend sind gerade auch die großen Fahrten ausgefallen“, erklärt Röhl. „Aber das, was stattfinden konnte, hat wunderbar geklappt. Alle Eltern, Kinder und Betreuer waren froh, dass es stattfinden konnte, und sehr dankbar für die Abwechslung.“
69 Angebote zur Wahl
Aus 69 Angeboten konnten die Kinder und Jugendliche sich Aktivitäten für die Sommerferien aussuchen. Nur wenige mussten wegen mangelnder Nachfrage oder aus persönlichen Gründen vom Veranstalter abgesagt werden müssen. „Vor allem Bastelaktionen waren betroffen. Nach den langen Wochen zu Hause hatten die meisten Kinder wohl ganz einfach schon ausgebastelt“, vermutet Röhl. Andere Kreativangebote wie Töpfern oder „Windspiele für den Garten“ seien hingegen gut angekommen.
Unangefochten an der Spitze der Hitliste standen die Bewegungsangebote. „Tennis wurde zum Beispiel vier Wochen angeboten – und es hätte noch länger sein können“, sagt Röhl. „Da war einfach ein großer Bewegungsdrang.“ Fußball-Minigolf, Reiten oder Klettern waren ebenfalls stark gefragt. Auch recht simple Ideen für Spielangebote seien vom Nachwuchs hervorragend aufgenommen worden: „Ich war erstaunt, wie klasse etwa das Versteckenspielen in der Turnhalle lief“, sagt Röhl.
Kein einziger Corona-Fall
Das Wichtigste war für die Organisatorin jedoch, dass nicht ein einziger Corona-Fall im Zuge des Ferienpasses gemeldet worden ist. „Damit bin ich sehr glücklich und zufrieden. Es war im Vorfeld lange nicht klar, ob wir überhaupt ein Ferienpass-Angebot machen können.“
Mit den Hygieneauflagen habe alles gut geklappt, so Röhl. „Die Masken mussten ja auch nur beim Bringen und Abholen getragen werden, sonst haben wir auf geringe Gruppengrößen und ausreichend Abstand geachtet.“
Reibungslos funktioniert hat laut der Ferienpass-Organisatorin derweil das erstmals verwendete Online-Bezahlverfahren. Insgesamt nahmen – statt der üblichen 600 – etwa 280 Kinder am Ferienpass teil. Fürs kommende Jahr hofft Kerstin Röhl aber wieder auf deutlich mehr – wenn die Pandemielage es denn zulässt.
