GANDERKESEE - Ein „warmer Regen“ sorgte am Donnerstagabend im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen für zufriedene Gesichter. Ganderkesee, so berichtete der Erste Gemeinderat Rainer Lange, werde in diesem Jahr 1,5 Mio. Euro mehr an Gewerbesteuer und 280 000 Euro mehr an Einkommenssteueranteil erhalten als zunächst gedacht. Eine Folge: Die Gemeinde kann ihren Haushalt ausgleichen ohne neue Kredite aufzunehmen.
Der „warme Regen“ floss in den ersten Nachtragshaushalt ein, der vom Ausschuss einstimmig befürwortet wurde. Durch die höheren Einnahmen kassiert die Gemeinde 2008 insgesamt 8,7 Mio. Euro an Gewerbesteuer und 9,88 Mio. Euro an Einkommenssteueranteil.
Freilich: Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. So kündigte Lange bereits an, dass die höheren Einnahmen in diesem Jahr sich negativ auf den Haushalt 2009 auswirken – Ganderkesee werde rund 1,5 Mio. Euro weniger an Schlüsselzuweisungen vom Land erhalten und eine höhere Kreisumlage zahlen müssen.
Mit dem Nachtrag billigte der Ausschuss eine Reihe von zusätzlichen Investitionen. Eine davon: Im Zuge der Sanierung der alten Steinacker-Turnhalle war eine Brandschutz-Wand zwischen Hallenbad und Turnhalle gefordert worden. Dadurch muss der Hallenbad-Eingang verlegt werden (in den Bereich der Cafeteria-Fensterfront). Gemeinde und Landkreis wollen sich die Mehrkosten (13 000 Euro) teilen.
Darüber hinaus sind im Nachtrag 200 000 Euro für einen Erweiterungsbau an der Grundschule Bookholzberg (gedacht insbesondere für die nachschulische Betreuung) notiert. Hochbaumaßnahmen beim Kindergarten Schierbrok (hier geht es um die Umwandlung einer Regelgruppe in eine Krippengruppe) schlagen mit Mehrausgaben von 315 700 Euro zu Buche.
