GANDERKESEE/HARPSTEDT - Zum Jubiläum gab’s eine Kuh. Auf ihr durfte ausgiebig herumgeturnt und -gesprungen werden – es handelte sich schließlich nicht um echtes Milchvieh, sondern um eine riesige Hüpfburg im Kuhdesign. Bereits seit 15 Jahren verbringen Jugendliche aus der Gemeinde Ganderkesee eine Woche ihrer Sommerferien auf dem Kreisjugendzeltplatz in Harpstedt.

Initiiert worden war das Zeltlager vom damaligen Leiter des Jugendkulturzentrums „Trend“, Fritz Folkert Dirks, der vor zehn Jahren als Jugend- und Seniorenpfleger ins ostfriesische Moormerland wechselte und seither mit einer Delegation Jugendlicher aus seinem neuen Wirkungskreises am Zeltlager teilnimmt. Die Kuh, mit denen die rund 80 Kinder und Jugendlichen anlässlich des 15-jährigen Bestehens beschenkt wurden, hatte das Team vom Oldenburger Spielmobil mit nach Harpstedt gebracht.

An diesem Freitag geht es für die Acht- bis 15-Jährigen schon wieder auf die Heimreise. Während die Ostfriesen mit dem Bus nach Moormerland reisen, müssen die Ganderkeseer strampeln. Traditionell werden An- und Abreise per Fahrrad unternommen, wie Nina-Verena Müller, Leiterin des Rethorner Jugendzentrums „Treff“ und gemeinsam mit Fritz-Volkert Dirks auch Leiterin des Zeltlagers, berichtet. Ebenfalls Tradition hat das gemeinsame Hot-Dog-Essen, bevor es wieder auf die Rückreise geht.

Nur ungern verabschieden sich die Teilnehmer der Freizeit wieder vom Lagerleben. „Ich fand es super, dass wir jeden Tag im Schwimmbad waren“, sagt Sarah (10) aus Bookholzberg. „Das geht zu Hause nicht. Während die Zehnjährige erst das zweite Mal mitgefahren ist, sind Jacqueline (15) und Melissa (16) aus Immer schon alte Hasen, was die Freizeit in Harpstedt anbelangt. Sie sind bereits das siebte und sechste Mal dabei. Jaqueline hat sich eigens eine Sondergenehmigung besorgt, um auch mit 16 Jahren noch mitfahren zu dürfen. Im kommenden Jahr sind beide wieder dabei – dann jedoch als Betreuer.