Ganderkesee - Wenn in der Heimatstube Bürstel Tag der offenen Tür ist, kommen immer viele Stammgäste – das kennen die Veranstalter vom Orts- und Heimatverein Ganderkesee schon. Aber die Geschichten, die sie von den – häufig älteren – Gästen zu hören bekommen, geben immer wieder neuen Aufschluss über die Herkunft und die Verwendung der Exponate.
„Das hier ist so eine Art historischer Thermomix“, wusste Vorsitzender Gerold Ahlers beispielsweise über den „Electro As Piccolo“ zu berichten. Der Mixer sei, mit dem richtigen Aufsatz, sogar als Staubsauger zu verwenden gewesen, hat Ahlers von einem Besucher erfahren.
Rund 150 Besucher, so schätzten Ahlers und Günter Fleischer, der sich als Beiratsmitglied um die Heimatstube kümmert, seien am Samstag gekommen, um sich die Ausstellung in der ehemaligen Bürsteler Schule anzuschauen und in Erinnerungen zu schwelgen. Und natürlich auch, um den selbst gebackenen Kuchen der Gastgeber zu genießen. Dieser wurde erstmals im von der Landjugend frisch sanierten Speicher verkauft. „Hätte es geregnet, dann hätten wird dort dank des neuen Bodens jetzt sogar die Tische aufstellen können“, freute sich Ahlers über die Neuerung.
Neu waren auch einige Exponate: So bekamen die Gäste jetzt erstmalig die komplette Ausrüstung eines ehemaligen Hausschlachters aus dem Gemeindegebiet zu sehen – von der Bekleidung über Bolzenschussgerät und Knochensäge bis hin zum Klauenzieher, der auch zum Entborsten von Schweinen genutzt wurde.
