GANDERKESEE - Bookholzberg, Stenum, Ganderkesee, Immer oder Havekost: Streetworker Christian Manig ist der Mann für die sogenannte aufsuchende Jugendsozialarbeit und damit in der gesamten Gemeinde Ganderkesee unterwegs. Allein. Das soll sich jetzt aber ändern. In der vergangenen Ratssitzung wurde im Rahmen des Haushalts auch ein Antrag zur personellen Unterstützung des Streetworkers verabschiedet.

Und die wird weiblich sein. Kommen wird „eine Streetworkerin“, so Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas auf Nachfrage der NWZ . Beschlossen wurde dafür die Schaffung einer Praktikantenstelle, die mit einer Sozialarbeiterin im Anerkennungsjahr besetzt werden soll. „Die Gemeindejugendpflege soll dazu nun ein Konzept erstellen“, erklärt Gerken-Klaas. Ein Konzept, wie die Praktikantin in die Arbeit eingebunden und dafür eine erfahrene Mitarbeiterin den Kollegen auf der Straße unterstützen kann. Geschehen soll das Ganze schnellstmöglich, so Gerken-Klaas, die die Idee gut findet.

Begrüßt wird sie auch von der Jugendpflegerin der Gemeinde Ganderkesee, Brigitte Balder, die sich schon seit längerer Zeit eine Unterstützung für Christian Manig wünscht. „Wir sind personell schon an unsere Grenzen gestoßen“, sagt sie. Ob die Jugendpfleger von einer Kollegin oder einem Kollegen unterstützt werden, ist für Balder aber zweitrangig: „Wichtig ist mir nur, dass der Mensch auch Lust auf die Arbeit mit Jugendlichen hat und vielleicht sogar Know-how in den Bereichen Sport und Musik mitbringt.“

Eingebracht wurde der Antrag von der SPD-Fraktion. „Ausgangspunkt war ein Gespräch mit Vertretern der Jugendpflege“, sagt Johannes Mestemacher, Fraktionsvorsitzender der SPD. Dabei hatte Christian Manig von seiner Erfahrungen als Streetworker erzählt und Brigitte Balder auch gleich den Wunsch nach personeller Verstärkung geäußert. „Wir haben uns damals gefragt, ob es nicht Sinn machen würde, eine Sozialarbeiterin oder -pädagogin einzustellen“, erklärt Mestemacher. „Damit könnte die Arbeit nicht nur verstärkt, sondern auch besser auf die Probleme der Mädchen eingegangen werden.“

Kommentar, S.32