Ganderkesee - Beim Essen im Airfield-Restaurant dämmerte es Sabrina Marquard (28) aus Rodenkirchen (Landkreis Wesermarsch) langsam: Für ihren Junggesellinnenabschied musste sie keinen Tandem-Sprung hinter sich bringen, sondern den Fasching um den Ring. „Als alle sagten, Fasching sei schon vorbei, kam mir das komisch vor“, so die Braut in spe.

Zu verdanken hatte sie diesen Tag Schwester Nadine Peschke. Die 30-Jährige aus Ovelgönne hatte nämlich die Organisation in der Hand: „Ich wollte einen Junggesellinnenabschied organisieren, der nicht so langweilig ist“, erzählt sie. Da Arbeitskollegen im vergangenen Jahr am Faschingsumzug teilnahmen, war die Entscheidung schnell getroffen. Umzugserfahren sind die meisten der insgesamt 13 jungen Frauen: Am Freimarktumzug und bei den Umzügen des Rodenkircher Markts und des Pferdemarkts in Ovelgönne haben einige schon teilgenommen – nur in Ganderkesee noch nicht.

Als Thema hatten sie sich „Mini-Maus“ ausgesucht und sich entsprechend kostümiert. „Das schwierigste war, den Wagen zu organisieren“, so Nadine Peschke. Denn: Niemand wollte den in Ovelgönne stehenden Wagen bis nach Ganderkesee fahren. Aber über Verwandtschaft in Bookholzberg wurde auch diese Hürde beseitigt.

Und was sagt die zukünftige Braut zur Aktion ihrer Schwester: „Ich hab’ mich voll gefreut!“ Das Bedürfnis, irgendwelche „Hälse umzudrehen“, habe sie nicht gehabt. Doch mit der Umzugsteilnahme war für die künftige Braut, die am 5. Mai heiraten wird, der „Spaß“ noch nicht vorbei: Mit einem Bauchladen ausgestattet musste sie noch Sachen verkaufen, bevor es zum Feiern ins Festzelt ging.

Übrigens: Ihr Zukünftiger Carsten Nicolaisen war nicht dabei. „Heute feiern nur wir Frauen“, so Nadine Peschke.