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KINDERGÄRTEN Elternrat sorgt sich um Springerkräfte

GANDERKESEE - Der neue Gemeindeelternrat der Kindertagesstätten befürchtet Kürzungen der Gemeinde bei den Springerkräften. Dies gefährde Betreuungsangebote.

Von Karsten Kolloge

GANDERKESEE - Eine Sorge geht um in Ganderkeseer Kindertagesstätten: Eltern befürchten, dass die Gemeinde bei den so genannten Springerkräften den Rotstift ansetzt. Auch „Springerinnen“ selbst seien in Sorge, berichtete gestern der am 10. Oktober neu gewählte Gemeindeelternrat (GER) der 14 Ganderkeseer Kindertagesstätten. Die sechs Frauen betonten, dass sie bei einer Kürzung nicht mitspielen würden.

Springerkräfte, so erläuterte die GER-Vorsitzende Heike Rodiek, würden dann eingesetzt, wenn Erzieherinnen kurzfristig ausfallen. Im September seien beispielsweise 15 Frauen eingesprungen, sie hätten 223,5 Stunden gearbeitet. Die Springerinnen seien in allen 14 Kindertagesstätten der Gemeinde tätig – auch in denen in freier Trägerschaft.

Falls bei den Springerinnen gekürzt werde, seien personalintensivere Angebote in Kindergärten gefährdet, mahnten die GER-Frauen. Beispielhaft nannten sie Schwimmen, therapeutisches Reiten, die Arbeit in Kleingruppen. Für kleine Einrichtungen mit nur einer betreuten Gruppe könne eine Kürzung sogar die vorübergehende Schließung nach sich ziehen – denn für eine Betreuung müssten zwei Kräfte an Bord sein.

Im Ganderkeseer Rathaus hieß es zu den Befürchtungen, dass es seitens der Verwaltung derzeit keine Überlegungen zur Kürzung im Bereich der Springerinnen gebe (auch nicht im Hinblick auf den Haushalt ‘06). Allerdings müsse bei Veränderungen in den einzelnen Kindergärten überlegt werden, ob Änderungen sinnvoll seien, so Bürgermeister Gerold Sprung.

Beim Einsatz der Springerinnen handelt es sich um eine freiwillige Leistung, zu der die Gemeinde nicht gesetzlich verpflichtet ist. Der Gemeindeelternrat will das Thema im Januar bei einem Treffen mit Fachbereichsleiter Friedrich Rohlfs und Fachdienstleiter Norbert Budde aufgreifen.

Die sechs Frauen kündigten darüber hinaus eine Broschüre über die 14 Tagesstätten an. Darin sollten zum Beispiel pädagogische Schwerpunkte, die Betreuungszeiten, die Zahl der zu vergebenden Plätze oder besondere Angebote aufgeführt werden. Ziel ist, dass die Broschüre zum Ende des Kindergartenjahres (Mitte 2006) vorliegt.

Sechs Frauen vertreten die Eltern

Heike Rodiek

ist die Vorsitzende des neuen Gemeindeelternrates. Sie ist Elternvertreterin aus dem Spielkreis Grüppenbühren und steht als Ansprechpartnerin unter Tel. 04223/2850 zur Verfügung. Stellvertretende Vorsitzende ist Jane Thode (Kindergarten Birkenhof, Tel. 04222/92 06 69). Beisitzerinnen sind: Katrin Keltsch (Kleine Wolke, 04222/

95 04 53), Andrea Chouchane (Schatzinsel Hoykenkamp, 04222/5443), Jessica Breuer (Spatzennest Schierbrok, 04221/98 38 44), Gisela Doodemann (Hort/Kindergarten Lange Straße, 04222/6918).

Der Gemeindeelternrat

versteht sich als Mittler zwischen Eltern, Kindertagesstätten und Gemeinde. Er bietet seine Unterstützung an, wenn es zum Beispiel in Kindergärten zu Problemen kommt oder auch Fragen auftreten. Im Ausschuss für Soziales und Gesellschaft wirkt er beratend mit (durch Heike Rodiek oder ihre Stellvertreterin).
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