GANDERKESEE - Die Nachfrage nach Krippenplätzen steigt kontinuierlich – und die Gemeinde Ganderkesee reagiert auf diese Entwicklung: Zum Start des Kindergartenjahres 2008/2009 soll in Schierbrok eine weitere Krippengruppe für Kinder unter drei Jahren eingerichtet werden. Der Ausschuss für Soziales und Gesellschaft wird in seiner Sitzung am Donnerstag (19 Uhr im Rathaus) darüber befinden.

Ursprünglich war in der Schierbroker Kindertagesstätte „Spatzennest“ eine altersübergreifende Gruppe vorgesehen – das hatte der Gemeinderat im Dezember beschlossen. Mittlerweile liegen aber so viele Anmeldungen für Kinder unter drei Jahren vor, dass eine reine Krippengruppe mit 15 Plätzen auch aus Sicht von Politik und Verwaltung wünschenswert erscheint.

Die Versorgung mit Kindergartenplätzen für Drei- bis Sechsjährige sei in Schierbrok dennoch gesichert, heißt es im Rathaus: „In dieser Altersgruppe haben wir ohnehin rückläufige Zahlen“, sagte der 1. Gemeinderat Rainer Lange. Eltern müssten auch nicht befürchten, dass mögliche Engpässe durch Angebote im Nachmittagsbereich behoben werden.

Insgesamt wird laut Lange in der Gemeinde Ganderkesee die Zahl der aufzunehmenden Kinder in den nächsten Jahren sinken. Diese Tendenz werde Freiräume für weitere Krippenplätze in den Kindertagesstätten schaffen. „2009/2010 wäre dann wohl Bookholzberg dran“, blickt der 1. Gemeinderat in die Zukunft – dort sei die Nachfrage zurzeit allerdings noch verhalten.

Bislang stehen im Ort Ganderkesee 30 Krippenplätze in der privaten Einrichtung „Sonnenblume“ zur Verfügung, weitere 15 Plätze für Kinder unter drei Jahren gibt es in der Hoykenkamper „Schatzinsel“. An beiden Orten werde das Angebot gut angenommen, weiß Anke Lehmkuhl, die im Rathaus für Kindertagesstätten zuständig ist. In Hoykenkamp werde mittlerweile auch den Wünschen von Eltern nach Betreuung über den Mittag hinaus entsprochen – bis 14.30 Uhr sei dort der Aufenthalt der Krippenkinder möglich. Die Kindergärten seien bemüht, so Lehmkuhl, den Elternwünschen zu entsprechen und noch stärker als bisher bedarfsorientiert zu öffnen.