GANDERKESEE - „Es fehlt an allem!“ Brighton Samatanga weiß gar nicht, wo er anfangen soll aufzuzählen, woran es seinen Landsleuten in Simbabwe derzeit am meisten mangelt. Mehl, Benzin, Wasser – alles sei gleich knapp, „die Regale sind leer“. Seit fast vier Jahren studiert Samatanga an der Jacobs Universität in Bremen Biophysik, Kontakt in seine Heimat hat der 23-Jährige aber fast täglich. Gemeinsam mit der gleichaltrigen Vimbai Mugomba, die an der Uni Bremen BWL studiert, freut er sich deshalb umso mehr über die Hilfsaktion, die sein „Gastvater“ Hermann Abeln initiiert.
Der Ganderkeseer, dem das Schicksal der Simbabwer seit einem Besuch im Jahr 1999 in dem südafrikanischen Land besonders am Herzen liegt, war durch einen Bericht in der Broschüre „Weltweit“ der Jesuitenmission auf die Lage aufmerksam geworden. Der dort abgedruckte „Hilferuf von Bischof Scholz hat mich tief berührt“. Und bei Pfarrer Norbert Lach rannte er offene Türen ein.
Abeln versichert, dass alle Spenden ohne Abzüge auch wirklich in Simbabwe ankommen. Durch die Sonntag-Abend-Runde der kath. St.-Hedwigs-Gemeinde, an der auch Jesuitenpater Christof Wrembek immer wieder teilnehme, bestünde ein enger Kontakt zum Bischof der im Norden des Landes gelegenen Diözese Chinhoyi, Dieter Scholz. „Wir wissen, dass wir nicht die ganze Welt verändern können“, so Abeln. „Wir geben regional diesem Bischof aber Luft zum Atmen.“
Wie wichtig die Jesuiten für die Infrastruktur seines Landes seien, betont Brigthon Samatanga: „Die haben die besten Schulen und die besten Krankenhäuser.“ Aber nicht nur in die Hilfsaktion setzt der junge Mann viel Hoffnung: „Vielleicht fahre ich jetzt nach den Wahlen auch mal wieder nach Hause“, hofft er auf eine Verbesserung der Lage, sollten der offensichtlich abgewählte Präsident Mugabe und seine Partei ihre Macht endlich mit der Opposition teilen.
Am Sonntag werden er, Vimbai Mugomba und Hermann Abeln der Gemeinde im 9-Uhr-Gottesdienst über das Land und die bundesweite Hilfsaktion berichten. Und Pfarrer Lach wird die Bitte um Unterstützung an die Gemeinde weitergeben, um die Situation in dem Land „etwas besser“ zu gestalten.
Spenden erbittet Abeln unter Angabe des Verwendungszwecks „3181 Bischof Scholz, Chinhoyi“ auf das Konto der Jesuitenmission Nürnberg, Konto 5 11 55 82, BLZ 75 09 03 00 bei der Liga Bank.
