GANDERKESEE - Unter dem Titel „Mit dem Bürger im Gespräch“ hat die Ganderkeseer SPD auf einer Mitgliederversammlung am Dienstagabend das Programm für die anstehende Kommunalwahl einstimmig verabschiedet. Es war von einer kleinen Arbeitsgruppe ausgearbeitet worden. „Wir haben uns bewusst sehr kurz gefasst“, berichteten die stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden Erika Schröter und Rolf Oetken am Mittwochnachmittag auf einer Pressekonferenz. Ziel sei es, deutlich zu machen, wofür die Ganderkeseer Sozialdemokraten stehen, aber auch Raum für Diskussionen zu lassen. „Ihre Ideen nehmen wir gerne auf“ heißt es denn auch in dem achtseitigen programmatischen Papier, das während der Anfang August beginnenden heißen Wahlkampfphase verteilt werden soll. Außerdem wird das Programm auch auf der Homepage (www.spd-ganderkesee.de) veröffentlicht.
Rund 90 Prozent dessen, was für die auslaufende Wahlperiode versprochen worden war, habe die SPD auch abgearbeitet, sagte Erika Schröter. Wesentlich Inhalte würden jetzt in die kommenden fünf Jahre verlängert. Dazu kommen aber auch neue Schwerpunktsetzungen, beispielsweise im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung und dem Klimawandel.
Zum Thema Bildungspolitik heißt es unter anderem im Wahlprogramm, dass das Schulzentrum in Bookholzberg in eine Integrierte Gesamtschule umgewandelt werden sollte. Außerdem setzen sich die Genossen dafür ein, die Grundschule Habbrügge zu erhalten.
Eine Lanze wird im Programm gebrochen für bäuerliche Landwirtschaft, die sich der Umwelt und dem Tierschutz verpflichtet fühlt. Problematisiert wird die steigende Zahl der Biogasanlagen. Die Privilegierung dieser Bauvorhaben müsse unterbunden werden.
Im Bereich Umweltschutz plädiert die SPD für die verstärkte energetische Sanierung öffentlicher Gebäude. Landschaftsmerkmale wie Schlatts und Wallhecken müssten stärker geschützt werden. Und ganz konkret: „Kein Gewerbegebiet im Schlutterwald“ heißt es ausdrücklich im Wahlprogramm.
Um dem demografischen Wandel zu begegnen, sei der Zuzug junger Familien erwünscht. „Daher sollten in der gesamten Gemeinde geeignete Baugrundstücke mit Bedacht vorgehalten werden.“ Und zukunftsweisend soll auch die Finanzpolitik gestaltet werden. Der Schuldenabbau müsse fortgesetzt werden. Gleichzeitig sei es eine Verpflichtung, notwendige Investitionen nicht zu vernachlässigen.
