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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Jeder Zweite ist übergewichtig

11.04.2019

Ganderkesee /Landkreis Der Anteil von zu dicken Erwachsenen im Landkreis Oldenburg lag im Jahr 2017 bei 55,9 Prozent. Das geht aus der Mikrozensusbefragung 2017 des Landesamtes für Statistik hervor. Wie die Krankenkasse IKK classic mitteilt, entspricht dies einer Steigerung von 0,7 Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2009. Damit liegt der Kreis über dem Landesschnitt – in Niedersachsen sind 53,6 Prozent mindestens übergewichtig. Am meisten auf die Waage bringt der Landkreis Holzminden mit 65,2 Prozent. Den geringsten Wert verzeichnet die Landeshauptstadt Hannover mit 44,4 Prozent.

Jeder Siebte adipös

Die 55,9 Prozent der zu dicken Landkreis-Bewohner verteilen sich auf 38,7 Prozent, die als übergewichtig gelten, und 17,2 Prozent, die mit ihrem Gewicht die Grenze überschritten, ab der die Weltgesundheitsorganisation von Fettleibigkeit oder Adipositas spricht.

Auf der anderen Seite brachten 44,1 Prozent der erwachsenen Einwohner im Landkreis ein Gewicht auf die Waage, das nach dem Body Mass Index (BMI) im Idealverhältnis zu ihrem Körper steht. Zum Vergleich: In der Stadt Oldenburg liegt der Wert bei 13,8 Prozent an Adipositas leidenden Personen, insgesamt sind dort 49,7 Prozent übergewichtig – also deutlich weniger als im Landkreis.

Was der BMI aussagt

Als übergewichtig gelten laut WHO Menschen ab einem BMI von 25, ab 30 spricht man von Adipositas. Ein 1,80 Meter großer Mann gilt demnach ab einem Gewicht von 81 Kilogramm als übergewichtig, und ab 98 Kilogramm als adipös. Doch ist der BMI überhaupt die richtige Maßeinheit?

„Als Richtwert kann man den nutzen“, sagt Ernährungsberaterin Claudia Kay vom Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Hollen. „Er kann für viele Sachen einen Ansatz geben, aber da muss man dann tiefer gehen.“ Als ein konkretes Beispiel nannte sie Sportler, bei denen der BMI aufgrund von zuviel Muskelmasse nicht stimmig sei.

Beim RUZ Hollen konzentriere man sich auf allgemeine Präventionsarbeit für Kinder in Sachen Regionalität oder Nachhaltigkeit, so Kay, und setze keine besonderen Schwerpunkt beim Thema Übergewicht. „Ich glaube aber schon, dass Übergewicht immer mehr ein Thema ist, auch in Schulen. Viele Kinder sind übergewichtig,“ sagte sie.

Einen wichtigen Faktor sieht Kay dabei in neuen Medien: „Wir haben viel digitale Ablenkung beim Essen durchs Handy oder Fernsehen, man merkt dabei gar nicht mehr, wenn man satt ist.“ Von Schulkindern habe sie schon gehört, dass diese keine Zeit für das morgendliche Frühstück hätten, weil eine Serie geguckt werde.

Klassische Diäten sieht Claudia Kay kritisch. „Die haben tolle Namen wie ,Paläo-Diät’“, sagte sie, „aber viel wichtiger wäre es, normale Sachen zu ändern.“ Ihre Tipps: bewusst essen und dabei auf Smartphone und Fernsehen verzichten, selber kochen und auch Neues ausprobieren sowie bei gutem Wetter aus dem Haus gehen.

Schwierigkeiten im Alter

Keine merkliche Zunahme von Übergewichtigen kann Claudia Stolz erkennen, Leiterin der Herzsport-Gruppe beim TSV Ganderkesee. Ihre Sportler würden ohnehin aufs Gewicht achten, sagte sie. Probleme sieht sie dennoch. „Das ist schwierig, wenn man 20 oder 30 Kilo zuviel hat, vor allem wenn man älter ist“, erklärte Stolz. Sie wünscht sich unter anderem mehr Offenheit von Medizinern: „Die Ärzte sollten direkter sein und Leuten sagen, dass sie abnehmen müssen.“ Dadurch ließen sich nicht nur Medikamente einsparen, auch eine Reihe von Begleiterkrankungen durch Übergewicht könne minimiert werden. Ihr Tipp zur langfristigen Gewichtsabnahme ist, Dinge nicht alleine anzugehen. „Wenn ich mich mit anderen verabrede“, sagte Stolz, „dann bringt das mehr.“

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Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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