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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Feuerwehren unterstützen in Meppen

25.09.2018

Ganderkesee /Landkreis Seit Sonntagfrüh sind rund 150 Einsatzkräfte der Kreisbereitschaft des Landkreises Oldenburg beim Moorbrand auf dem Bundeswehrgelände in Meppen im Einsatz. Am Montag konnten sie wieder die Heimreise antreten. Hinter ihnen liegen stundenlange kräftezehrende Arbeiten im Kampf gegen den tückischen Moorbrand.

Zur Kreisbereitschaft (siehe Infobox) gehören neben den Feuerwehren auch Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) Hude-Bookholzberg und Wardenburg sowie des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Alle Kräfte, rund 150 Menschen und 40 Fahrzeuge, sammelten sich am Sonntagmorgen an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Ganderkesee. Von dort ging es ins rund 100 Kilometer entfernte Meppen im Kreis Emsland.

18 Stunden Dauereinsatz

Dort angekommen, folgte auch bald der erste Einsatz. Die meisten Feuerwehrleute waren in einem Wald am Rande des Moores eingesetzt. Sowohl der Aufbau einer Wasserversorgung für das entlegene Gebiet als auch ein „massiver Löscheinsatz“ forderten die Einsatzkräfte, wie Christian Zoschke, stellv. Kreispressewart der Feuerwehr, auf Nachfrage der NWZ mitteilte. Dieser konkrete Einsatz beschäftigte die Feuerwehren „mit allem drum und dran“ rund 18 Stunden. „Da weiß man am Ende des Tages, was man getan hat“, so Zoschke.

Die Züge der Kreisfeuerwehrbereitschaft

Für den Katastrophenfall oder Großschadenslagen stellen die Landkreise die sogenannte Kreisfeuerwehrbereitschaft. Diese besteht aus Mitgliedern und verschiedenen Fahrzeugen der Ortswehren. Unterteilt ist die Bereitschaft in die folgenden sechs Fachzüge:

Logistik: Feuerwehrleute und Fahrzeuge der Wehren Falkenburg, Prinzhöfte-Horstedt, Brettorf, Wildeshausen. Hinzu kommen der Gerätewagen Logistik der Kreisfeuerwehr sowie zwei Fahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerks.

Personal: Feuerwehren Schierbrok, Achternmeer, Colnrade, Sandhatten, Harpstedt, Bookholzberg und Wüsting.

Technische Hilfeleistung: Feuerwehren Großenkneten, Neerstedt, Sage, Wardenburg und Wildeshausen.

Wasserförderung: Feuerwehren Neerstedt, Großenkneten, Sandkrug und Littel.

Wassertransport I und II: Feuerwehren Kirchhatten, Hude, Düngstrup, Havekost, Sandhatten, Kirchseelte, Brettorf, Dingstede, Huntlosen sowie Sandkrug, Wardenburg, Beckeln, Ahlhorn, Dötlingen und Groß Ippener.

Die Führungsstaffel um Kreisbereitschaftsführer Klaus Stolle hat den Einsatzleitwagen aus Altmoorhausen und ein Fahrzeug der Kreisfeuerwehr zur Verfügung.

    http://www.kfv-lko.de

Der Fachzug Logistik, zu dem auch das THW gehört, half derweil dabei, die Sammelunterkunft für die eingesetzten Kräfte, eine Turnhalle, vorzubereiten. Mehr als 200 Personen fanden hier Platz, die Einschränkungen wurden mit Humor genommen. „Es ist warm und trocken, das ist wichtig“, so Zoschke. Und man komme schon irgendwann in den Schlaf „auch wenn da ein Schnarchkonzert ungeahnten Ausmaßes herrscht“.

Aber nicht nur die Unterbringung gehörte zum Aufgabengebiet des Fachzuges Logistik. Der Zug sorgte auch für die Kraftstoffversorgung der Fahrzeuge und in Zusammenarbeit mit Bundeswehr und THW für die Befestigung von völlig durchgeweichten Feldwegen. Die Züge Wasserförderung, Wassertransport und Technische Hilfeleistung waren mit der Brandbekämpfung beschäftigt.

Nicht alltäglich

Der Katastrophenfall im Emsland stellt die erfahrenen Einsatzkräfte aus dem Landkreis vor neue Herausforderungen. „Das Vorgehen ist äußerst kräftezehrend und anstrengend. Der Einsatz ist mit der eigentlichen Brandbekämpfung, die wir aus dem Alltag kennen, nicht zu vergleichen“, berichtete Daniel Engels, Pressewart der Feuerwehr Wildeshausen, am Sonntagabend.

Verpflegung durch DRK

Für die nötige Stärkung während des Einsatzes sorgten derweil die Mitglieder dreier DRK-Ortsverbände. Mit zehn Personen und vier Fahrzeugen stellten die Rotkreuzler aus Hude, Ganderkesee und Wildeshausen die Verpflegungsgruppe der Kreisbereitschaft. Auch der Sanitätsdienst gehörte mit zu den Aufgaben. Überrascht wurden die Feuerwehrleute zudem am Sonntag von drei ortsansässigen Firmen, die als „Dankeschön“ für die eingesetzten Ehrenamtlichen Bratwürste grillten.

Am Montag entspannte sich die Lage im Meppener Moor etwas. Am Vormittag konnten bereits die Züge Wasserförderung und Technische Hilfeleistung die Rückkehr antreten, am Abend folgte der Rest der Kreisbereitschaft.

Claus Arne Hock
Volontär, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2743

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