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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Grüne wollen Steine aus Beeten verbannen

07.05.2019

Ganderkesee /Landkreis In vielen Kommunen stehen Schottergärten auf dem Prüfstand – einige schließen sie durch Festlegungen in Bebauungsplänen schon jetzt kategorisch aus. In der Gemeinde Ganderkesee und dem Landkreis Oldenburg haben sich die politischen Gremien bislang wenig mit dem Thema beschäftigt. Doch das will die Kreistagsfraktion der Grünen nun ändern.

Kreis soll berichten

In einem Antrag an Landrat Carsten Harings fordert Dr. Reinhold Schütte, Kreistagsmitglied aus Elmeloh, den Landkreis als zuständige Bauaufsichtsbehörde auf, über die Auswirkungen der Verschotterung von Gärten zu berichten und darzulegen, mit welchen Maßnahmen der Landkreis dem Trend entgegenwirken möchte. In seinem Antrag nimmt Schütte Bezug auf einen Bericht der NWZ. Darin hatte die Gemeinde Ganderkesee in puncto Schottergärten auf den Kreis verwiesen und umgekehrt.

Den Trend zur Steinwüste beobachten die Grünen vorwiegend in Neubaugebieten, aber auch in bestehenden Vorgärten „verdrängen Steinaufschüttungen zunehmen Pflanzenanlagen“, heißt es in der Begründung des Antrags. Schütte befürchtet, dass das Wasser bei Starkregen in derart gestalteten Gärten nicht schnell genug versickern könnte.

Kontrolle fehle

Obwohl die Niedersächsische Bauordnung die Begrünung unbebauter Flächen vorschreibe und auch viele Bebauungspläne der Landkreis-Kommunen das Anpflanzen von Bäumen und Hecken vorschrieben, werde nicht für die Einhaltung dieser Vorschriften gesorgt, kritisieren die Grünen. „Sonst würde es mancherorts nicht so aussehen, wie es aussieht“, schreibt Schütte.

Der Elmeloher sieht die Kreisverwaltung in der Pflicht, für die Einhaltung der Vorgaben der Landesbauordnung zu sorgen. Bisher sei die Bauaufsichtsbehörde „nicht wirklich aktiv geworden“.

Eduard Hüsers, Fraktionschef der Grünen, bedauert, dass in der Debatte der Eindruck entstanden ist, dass sich weder die Gemeinde zuständig fühlten noch der Landkreis sich in der Verantwortung sehe, gegen die lebensunfreundliche Gestaltung der Gärten Maßnahmen zu ergreifen. Einige Gemeinden würden die Verantwortung allzu schnell auf den Landkreis schieben, findet Hüsers. „Manchmal fehlt es bei der Baugenehmigung von den Baubehörden auch an eindeutigen Hinweisen über die Rechte und Pflichten der Bauwilligen.“

Aufklärung gefordert

Gesetzliche Gestaltungsregelungen für Gärten stellen aus Sicht der Grünen nur eine Möglichkeit dar, dem Trend zur Steinwüste entgegenzuwirken. Vielmehr schlägt die Kreistagsfraktion vor, durch Aufklärung und Beratung von Gartenbesitzern deutlich zu machen, dass Gärten ökologisch wertvoll und trotzdem pflegeleicht gestaltet werden können.


Online-Spezial:   www.nwzonline.de/schottergarten 
Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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