Ganderkesee - Viel ist momentan nicht los im Ganderkeseer Werkstattprojekt der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB), denn die Teilnehmer bleiben aufgrund der Corona-Pandemie zuhause. Die Mitarbeiter sind aber weiterhin vor Ort tätig – und wollen anderen in der schwierigen Zeit helfen. Über 200 Schutzmasken wurden in den vergangenen Wochen schon in Ganderkesee gefertigt, nun erweitert das Werkstattprojekt sein Sortiment. „Wir bieten jetzt auch Visiere an“, sagte Anja Gertje, pädagogische Leiterin der Einrichtung.

Die Idee dazu hat Anleiter Edgar Ruhm sich von der Videoplattform Youtube abgeguckt. „Wir haben das erstmal als Anregung genommen und wie auch schon bei den Stoffmasken eine kleine Serie gebaut“, erklärte Ruhm. Aufwendig sei der Bau der Visiere nicht und die Materialien dafür seien vorhanden, wobei für größere Stückzahlen irgendwann Nachschub organisiert werden müsse.

Genau wie bei den Schutzmasken sind die Visiere vor allem für sogenannte systemrelevante Berufsgruppen und Einrichtungen gedacht, aber die LEB will trotzdem auch Privatpersonen versorgen – wie üblich auf Spendenbasis. „Wer Bedarf hat, kann sich gerne bei uns melden“, sagte Gertje.

Für den Fall, dass ein großer Bedarf an den Visieren entsteht, hat Edgar Ruhm die möglichen Produktionszahlen bereits ausgerechnet: „200 Stück pro Tag sind theoretisch möglich“, so der Anleiter. Für alle Einrichtungen, Unternehmen und Privatpersonen, die Visiere bestellen wollen, hat die LEB jetzt die Mailadresse visier-ol@leb.de eingerichtet. Stoffmasken können weiterhin per Mail an behelfsmasken@leb.de bestellt werden. Wichtig sind dabei Name, Adresse, Telefonnummer, Stückzahlen und Nutzungszweck. Das Werkstattprojekt bittet darum, von telefonischen Bestellungen abzusehen.

Wer Materialien spenden möchte, kann Baumwollstoffe, Pfeifenreiniger und Laminierfolien jederzeit beim Werkstattprojekt an der Schulze-Delitzsch-Straße 8 in Ganderkesee abgeben. Die Mitarbeiter sind dazu erreichbar unter:

Arne Haschen
Arne Haschen Ostfriesland-Redaktion/Norden