Ganderkesee - Auch wenn sie den Pontifex nur von Weitem gesehen hat: Die Audienz mit Papst Franziskus bei der letzten Messdiener-Wallfahrt vor vier Jahren ist für Britta Franke unvergessen: Mit 50 000 anderen Teilnehmern stand sie auf dem Petersplatz in Rom und erlebte mit, wie eine junge Frau aus ihrer Gemeinde, Sarah Tammen, dem Papst sogar die Hand reichen konnte. „Das war für mich als Begleitperson sehr berührend“, sagt Britta Franke.
Messdiener unterstützen den Pfarrer in den Gottesdiensten der katholischen Gemeinde. Sie reichen unter anderem liturgische Gefäße an, decken den Altartisch und räumen ihn wieder auf. In der Regel können Kinder nach der Erstkommunion als Messdiener fungieren.
In Ganderkesee sind zurzeit auch vier erwachsene Gemeindemitglieder als Messdiener im Einsatz. Im August kommen drei junge Kräfte hinzu. Die „Ausbildung“ erfolgt durch „Learning by doing“ in den Gottesdiensten. Zweimal im Monat treffen sich die Messdiener zum Üben.
Dem Papst zu begegnen, ist auch jetzt wieder das größte Ereignis für die sieben Teilnehmer der katholischen Gemeinde St. Hedwig an der Messdiener-Wallfahrt nach Rom. Am kommenden Dienstag, 31. Juli, wird Britta Franke mit ihren Töchtern Rebecca und Antonia, ihrem Sohn Jonas, Thomas Oleksy sowie Alina und Iff Geerken auf dem Petersplatz stehen und den Heiligen Vater sehen. Sebastian Zafra-Koch von der Bookholzberger Gemeinde St. Bernhard wird auch noch mit dabei sein.
Zunächst einmal gilt es aber nach Rom zu kommen. Mit 24 Stunden Busfahrt rechnen die Ganderkeseer, die am Freitagvormittag in Delmenhorst gemeinsam mit mehr als 30 weiteren Messdienern der Dachgemeinde St. Marien Delmenhorst aufbrechen. Im Bus werde aber keine Langeweile aufkommen, ist Rebecca Franke überzeugt. Die 17-Jährige war auch schon vor vier Jahren dabei und lobt die seinerzeit schon gute Organisation des Veranstalters Höffmann Reisen (Vechta).
Wenn sich die rund 1000 Teilnehmer aus dem Bistum Münster dann auf ihrem Zeltplatz vor den Toren Roms eingerichtet haben, stehen neben Gottesdiensten, Papstaudienz und Sehenswürdigkeiten Roms auch einige Parties auf dem Programm. Denn das Feiern, der Austausch und das Knüpfen von Kontakten mit anderen Ministranten aus aller Welt sind das Besondere an der Wallfahrtswoche. Abgesehen natürlich vom Papst.
