GANDERKESEE - Dass ein Pflegestützpunkt errichtet wird, ist bereits beschlossene Sache. Die Frage ist nur noch, wo im Landkreis. Wie viele Vertreter der Politik, favorisiert auch der Arbeitskreis der Selbsthilfe- und Initiativgruppen (A.S.G.) den Standort Ganderkesee.
Zu dem Thema holte der Arbeitskreis eigens Experten aus Bremen ins Rathaus. Astrid Feldkamp und Jens Hullmeine vom Pflegestützpunkt Bremen erklärten den interessierten Zuhörern, nach welchen Kriterien die Standortwahl zu treffen sei. Zu der Frage eines Mitglieds, ob er nicht Ganderkesee ebenfalls favorisiere, meinte Hullmeine: „Ausschlaggebend für die Wahl des Standortes ist die Zahl von Hilfebedürftigen und die Größe der Gemeinde.“
Damit gab der Projektleiter des Bremer Pflegestützpunktes zumindest zwischen den Zeilen ein Votum für Ganderkesee ab. Denn die A.S.G.-Vorsitzende Doris Josquin stellte fest, dass bei beidem Ganderkesee an der Spitze liege: „Ganderkesee ist die größte Gemeinde des Landkreises. Hier leben 8200 Senioren und 2300 Schwerbehinderte“, machte sie deutlich.
In ihrem Vortrag wollten sich die beiden Experten zwar nicht zu einer klaren Aussage für Ganderkesee hinreißen lassen. Stattdessen erklärten sie den Gästen, wie das Projekt in Bremen umgesetzt wurde und welche Aufgaben ein Pflegestützpunkt habe. „Diese Einrichtung hat eine Berater-Funktion. Sie soll ein Lotse in der Flut von Informationen und Angeboten sein“, so Hullmeine.
