GANDERKESEE - Für bemalte Ganter werden Sponsoren gesucht. Ein Prototyp wird beim Gantermarkt am 12. November präsentiert.

Von Hergen Schelling

GANDERKESEE - „GanterART“ stand in großen Lettern am vergangenen Sonntag bei der Ausstellung im Ganderkeseer Bahnhofsgebäude über der Eingangstür. Welche Art Ganter gemeint war, blieb unbeantwortet – bis gestern: „GanterART“ ist ein neuer Verein, der Kunst und Kultur in Ganderkesee fördern und soziale Projekte unterstützen will.

Gestern Nachmittag fand im Alten Rathaus die Gründungsversammlung statt: Vorsitzender ist der Galerist Dirk Schulte-Strathaus, der den Verein gemeinsam mit dem Ganderkeseer Eckhardt Eichhorn ins Leben gerufen hat. Als Schatzmeister fungiert der Delmenhorster Sparkassendirektor Arthur Koopmann, das Amt des Schriftführers übernimmt regioVHS-Direktor Rolf Schütze, und für die sozialen Angelegenheiten ist Hermann Abeln zuständig, der sich in Ganderkesee durch seine langjährige ehrenamtliche Arbeit, besonders im Behindertenbereich, einen Namen gemacht hat.

„GanterART“ ist nicht nur Name, sondern auch Programm: Ganter-Figuren aus Polyester – mit Sockel etwa 1,60 Meter hoch – werden vom Verein erworben, dann von Künstlern bemalt und anschließend an Sponsoren verkauft – Firmen, Vereine, aber auch Privatpersonen oder Straßengemeinschaften haben die Initiatoren dabei im Visier. Am Ende sollen viele bunte, unverwechselbare Ganter über die Gemeinde verteilt sein.

Der Ganter habe als Wappentier und sagenhafter Gründervogel Ganderkesees eine besondere Bedeutung für die Gemeinde, erklärte Eckhardt Eichhorn – deshalb erwartet er eine hohe Identifikation mit dem Verein und dessen Projekt. Vorbild ist die niederländische Stadt Barneveld, die durch eine solche Kunstaktion, allerdings mit Hühner-Figuren, bekannt geworden ist.

Ein erster Prototyp des Ganters aus weißem Polyester soll beim Gantermarkt am 12. November vorgestellt werden. Dann werden auch Bestellungen entgegengenommen. Für fünf Ganter habe er schon Käufer gefunden, sagte gestern Schulte-Strathaus, der auch den Kontakt zu den Künstlern hält. Zum Kaufpreis wollte der Galerist sich nocht nicht äußern, er werde aber „mittel bis hoch“ sein. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Ganter-Kunstwerke sollen dann soziale Projekte in der Gemeinde Ganderkesee gefördert werden. Alle bemalten Ganter will der Verein später – wie es auch in Barneveld geschehen ist – in einem Buch präsentieren.