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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Rathaus: Spielecke muss geprüft werden

05.07.2018

Ganderkesee Julia Wulf ist begeistert: „Das ist doch optimal“, findet die Mutter aus Ganderkesee, „ich hole mir meinen neuen Personalausweis ab und mein Sohn ist währenddessen beschäftigt.“ Ihre Tochter Jana-Ines passt auf den dreijährigen Jannik auf, der vor dem Ganderkeseer Rathaus im Sand wühlt und mit den bunten Förmchen kleine Sandkuchen backt, während seine Mutter drinnen auf die Bearbeitung ihres Anliegens wartet.

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Tag für Tag tummeln sich Kinder in dem kleinen blauen Plastik-Sandkasten und auf der knallbunten Mini-Sitzgruppe daneben. Möglich macht das seit dem vergangenen Sommer Holger Schoberth: Der Rentner, der direkt neben dem Rathaus wohnt, schiebt jeden Morgen um 7.30 Uhr die auf eine Spanplatte montierte Spiel-und-Sitz-Kombination aus seiner Hauseinfahrt auf den Rathausvorplatz. Abends um 19 Uhr holt er die Sachen wieder herein. Die Sandkiste deckt Schoberth dann ab, damit kein Dreck hineingelangen kann. Dass immer mal wieder Förmchen oder Schaufeln fehlen, ärgert den 71-Jährigen gelegentlich, aber damit kann er leben.

„Ich finde es schön, wenn Kinder sich freuen“, erklärt Holger Schoberth, der selber keine Kinder hat, seinen Ansporn. Und den Platz vor dem Rathaus findet er ideal für die kleine Spielecke: „Da stehen sowieso schon Bänke, da können auch die Erwachsenen mal abschalten, während die Kinder spielen.“

Im Rathaus angemeldet hat Schoberth seine Eigeninitiative beim Start im vergangenen Sommer nicht. „Aber einige Mitarbeiter haben mir zu verstehen gegeben, dass sie es gut finden“, sagt er. Das wollte die NWZ von der Gemeindeverwaltung gern bestätigt bekommen – nur führte dieses Ansinnen zu nicht erwarteten Konsequenzen: „Aufgrund einer Anfrage der Nordwest-Zeitung wird die Gemeindeverwaltung prüfen, ob die offenbar von einem Anwohner auf dem Rathausvorplatz aufgestellte Spielgelegenheit mit Sandkasten und Sitzecke für Kinder so überhaupt aufgebaut werden darf“, teilt Gemeindesprecher Hauke Gruhn mit. Bislang liege im Rathaus „kein Antrag auf eine derartige Sondernutzung“ vor. Zu klären wären unter anderem Haftungsfragen. Gruhn verweist zudem auf gut ausgestattete und abwechslungsreiche Spielplätze, die Ganderkesee als familienfreundliche Gemeinde vorhalte.

Holger Schoberth bleibt gelassen. Er will mal abwarten, was die angekündigte Prüfung ergibt. Solange wird er weiter jeden Morgen Sandkiste und Sitzecke vors Rathaus schieben. Ein paar Förmchen und Schippen könnte er noch gebrauchen.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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