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20.01.2018

Ganderkesee So langsam steigt die Anspannung. Ab kommenden Freitag wird Jens Hambach (50), zusammen mit Angelika Stelter, in der Festhalle „Am Steinacker“ auf der Bühnen stehen und vor jeweils 800 Gästen durch das Programm der vier Büttenabende führen. Gemeinsam mit Kirstin Rohlfs bildet Jens auch das Büttenabendteam und ist damit auch für Programm und Ablauf verantwortlich. Vor zwei Jahren führte Jens Hambach erstmals durch das Büttenabendprogramm.

Ein „Sprung ins kalte Wasser“ ist es für ihn also nicht mehr, wobei Wasser ohnehin sein Element ist. Jens Hambach ist in Bremen aufgewachsen. Seine Eltern hatten ein eigenes Boot und in den sonnigen Monaten ging es jedes Wochenende auf Tour. Schon früh entdeckte Jens das Turnen für sich. „Mannschaftssport wie Fußball war nicht so meins. Ich wollte keinen Sport ausüben, bei dem ich mich auf andere verlassen muss“, erzählt Jens Hambach. Da die Turnwettbewerbe oft an Wochenenden stattfanden, konnte Jens nicht daran teilnehmen: Er musste mit seinen Eltern auf Bootstour. „Ein eigenes Boot, das wäre nicht schlecht“, sagte sich Jens und erfüllte sich mit 14 Jahren diesen Wunsch. Mit dem Spiegelkanadier fuhr er Weser, Lesum oder Hamme rauf und runter. Mit 16 Jahren machte er seinen Bootsführerschein und ein Jahr später verkaufte er den Kanadier, um sich einen „Gleiter“ zuzulegen. Hier konnte er Freunde mitnehmen und nicht selten gab es auf diesem Boot legendäre Partys. Dann folgten einige „bootlose“ Jahre.

Nach seinem Realschulabschluss machte er eine Ausbildung zum Mechaniker für Motoreninstandsetzung. Danach rief die Bundeswehr und Jens entschied sich für die Marine. Als er seinen ersten Monatslohn von 137 DM ausgehändigt bekam, meinte Jens nur: „Ist das eine Abschlagszahlung? Wie soll ich davon leben?“ Um mehr zu verdienen, verpflichte er sich für vier Jahre bei der Bundeswehr. Mit dem Dienstgrad „Obermaat“ hatte er nicht nur ein gutes Einkommen, sondern war auch viel auf hoher See.

Nach der Bundeswehr war sich Jens über seinen weiteren beruflichen Weg nicht ganz im Klaren. In seinen erlernten Beruf wollte er nicht zurück. Er bekam die Möglichkeit, als Objektleiter bei der Gebäudereinigungsfirma von Hermann Leifholz zu arbeiten. „Anfangs hatte ich keine Ahnung, aber dann hat mir dieser Job immer mehr Spaß gemacht“, blickt Jens zurück. Ihm gefiel es sogar so gut, dass er mehr wollte. Seit 2006 ist er bei der Reinigungsfirma „LR“ (Facility Services) in Barnstorf beschäftigt. Hier wurde er Fachwirt und ist seit dem 1. Januar 2018 stellvertretender Betriebsleiter. „Beruflich bin ich angekommen und total zufrieden“, strahlt Jens.

Auch privat hat Jens mit seiner Heike sein Glück gefunden. Mit in die Ehe brachte Heike ihre beiden Kinder Pia (33) und Pascal (30), die für Jens wie seine eigenen Kinder sind. „Meine Familie geht mir über alles!“ Heike und ihre Kinder waren so genannte „Landeier“, als sie das erste Mal mit Jens in See stachen. „Dort mussten wir auf engem Raum miteinander auskommen und das formt eine Familie“, blickt Jens zurück. Vor einigen Jahren haben sich Jens und Heike ein eigenes Schiff zugelegt und damit fahren sie gerne alleine oder mit der ganzen Familie auf Tour.

Seine Heike meinte einmal zu ihm: „Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deinen Traum.“ Gemeint war eine weitere Leidenschaft von Jens, das Tanzen. Immer wieder hatte er sich von seinen Eltern Steppschuhe gewünscht. „Mein großes Vorbild war schon immer Fred Astaire.“ Seine Eltern erfüllten ihm diesen Wunsch nicht. Er ging mit 14 Jahren zwar zur Tanzschule und tanzte in einer Formation Latein und Standard, aber Stepptanz? Dieser Traum wurde erst durch Heike wahr und da war Jens 26 Jahre. Mit der Stepptanzgruppe „Crazy Tap Dance Company“ nahm Jens an Deutschen- und auch an Weltmeisterschaften teil. Mit dieser Formation kam Jens auch erstmalig mit dem Ganderkeseer Fasching in Kontakt. Mit ihren Auftritten ernteten sie bei der Eröffnungsveranstaltung in Immer viel Beifall. Für die Wettbewerbe musste an sechs Tagen in der Woche trainiert werden und das wurde Jens dann zu viel. Er blieb dem Stepptanz treu und unterrichtete Anfänger und die Mittelstufe. Durch seine Leidenschaft zum Bootfahren lernte er Kirstin Rohlfs kennen, die beim Ganderkeseer Fasching die Gruppe „Lolly Pops“ trainierte. „Ich habe eine Tanzgruppe beim Fasching, kannst Du mich als Assistenztrainer unterstützen?“, meinte Kirstin. Aus dem „Hilfstrainer“ Jens Hambach ist mittlerweile einer der beiden Verantwortlichen für die Ganderkeseer Büttenabende geworden. So macht man beim Ganderkeseer Fasching Karriere.

Jens Hambach,Mitglied der Büttenabend-Regie

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