GANDERKESEE - Über die Stationen Bremen und München ging es für Timo Grauerholz nach Ganderkesee. In der Gemeinde ist der 28-Jährige seit dem 1. März gemeinsam mit Peggy Büttner sein eigener Chef in einer 100 Quadratmeter großen Physiotherapiepraxis am Ring. „Ich wollte einfach wieder gerne zurück zu meinen Wurzeln“, bekennt der gebürtige Bremer Grauerholz. Bei der 27-Jährigen Peggy Büttner, die der Sportphysiotherapeut aus Münchener Zeiten kennt, musste kaum Überzeugungsarbeit pro Ganderkesee geleistet werden: „Mir hat alleine der Name der Gemeinde bereits gut gefallen. Jetzt wohnen wir zwar nicht in Ganderkesee, aber in Schierbrok. Wir fühlen uns wohl“, sagt Büttner.

Gleiches bestätigen beide unisono für die ersten Wochen in der beruflichen Selbstständigkeit. „Es ist nicht schlecht angelaufen hier“, erklärt Timo Grauerholz, der einen Großteil des Patientenstamms aus der Vorgängerpraxis von Christa Grape übernommen hat. Hinzu kommen weitere neue Kunden aus Bremen, Wilhelmshaven und sogar Hamburg.

Der Schritt in die Selbstständigkeit stellte für beide keine Hürde dar. Zum einen hatte Timo Grauerholz bereits in München in Teilen selbstständig gearbeitet. „Zum anderen ergänzen Peggy und ich uns auch sehr gut, weil wir beide in unterschiedlichen physiotherapeutischen Spezialgebieten tätig sind.“ Soll heißen: Büttner kümmert sich um Kiefergelenkerkrankungen und Probleme im Halswirbelsäulenbereich, Kollege Grauerholz widmet sich allen „Wehwehchen“ kopfabwärts

Dabei steht dem 28-Jährigen ein bundesweit selten eingesetztes System zum Muskelaufbau zur Verfügung: das Galileo-Standgerät. Dieses behandelt Muskeln durch Vibrationen. Verletzte Sportler können so weiterhin ihre Muskelpartien intensiv trainieren. „Galileo“ lässt sich auch für zusätzliches Training nutzen. So hat Grauerholz derzeit in seiner Praxis Sportler zu Gast, die sich mit Hilfe des Galileos auf den New-York-Marathon vorbereiten wollen.