GANDERKESEE - Es war sozusagen eine Rettung im letzter Moment. Fast wären die alten Ratgeber-Heftchen via Grüne Tonne entsorgt worden – doch das, so fand Rolf Kruse, wäre zu schade gewesen. „Diese Heftchen hat schon mein Vater gehabt, auch ich selbst habe sie oft gebraucht“, erinnert er sich. Die enthaltenen Tipps würden das Leben leichter machen und manchmal auch die Haushaltskasse schonen. Also rettete Rolf Kruse die Heftchen, die vor Jahrzehnten „wohl in den meisten Haushalten“ gebräuchlich gewesen seien.

Was die Heftchen enthalten, sind Ratschläge aus einer Zeit, in der das Einmachen zu Hause genauso üblich war wie die Hühnerhaltung im eigenen Garten. Viele der Tipps seien auch heute noch wertvoll, ist sich Kruse sicher. Nur: Sie würden nicht weiter getragen – und dadurch womöglich verloren gehen.

Beispielhaft nennt der Ganderkeseer einen Tipp für Fahrzeughalter: „Rei in der Tube“ sei ein probates Mittel, um zu verhindern, dass Scheibenwischerblätter hart oder brüchig werden. Und es verhindere den Schmierfilm.

Auch für die derzeit in vielen Gärten zu beobachtende „Invasion“ von Nacktschnecken halten die Ratgeber Tipps bereit: „Man legt Rhabarberblätter oder nasse Brettstücke auf den feuchten Boden.“ Schnecken würden darunterkriechen und könnten eingesammelt werden.

Vielfach seien die Ratgeber kombiniert mit Erfahrungen zur Wetterentwicklung. Wenn zum Beispiel die Ameisen sehr unruhig seien, dann müsse mit schlechterem Wetter gerechnet werden, nennt Rolf Kruse ein Beispiel.

Damit die Ratschläge nicht verloren gehen, hat der Ganderkeseer die Heftchen der NWZ -Redaktion zur Verfügung gestellt. Interessierte können sie hier einsehen und selbst nach passenden Ratschlägen suchen.