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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Arbeit ist endlich „familienkompatibel“

03.07.2019

Ganderkesee Das letzte Weihnachtsessen im Freundeskreis erwies sich als Glücksfall für Dr. Birte Brant-Rehfeld: Ganz zufällig erfuhr die Ärztin aus Bremen dabei, dass im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Ganderkesee Verstärkung gesucht wurde. Ein Anruf, ein Vorstellungsgespräch – „das passte“, freut sich die 46-Jährige, die nun seit einem Monat das Chirurgen-Team an der Grüppenbührener Straße um eine halbe Stelle verstärkt.

Vorher war Birte Brant-Rehfeld als Oberärztin an der Klinik Lilienthal im Landkreis Osterholz beschäftigt – eine Vollzeitstelle, die für die Mutter zweier Kinder auf Dauer nicht mehr mit den familiären Ansprüchen in Einklang zu bringen war. „Ich möchte chirurgisch arbeiten“, betont sie, „aber eben auch familienkompatibel!“ Das hat sie nun geschafft: Keine Nachtschichten und Wochenenddienste mehr, dafür zwar eine etwas längere Anfahrt, die angesichts der bevorstehenden Langzeit-Baustelle auf der B 75 wohl noch einige Herausforderungen bereithalten wird. Das nimmt die Bremerin aber in Kauf, um mehr Zeit für Mann und Kinder zu bekommen. „Und ich muss ja auch nur drei Tage in der Woche fahren“, sagt sie.

Das MVZ kann mit ihr jetzt eine Lücke schließen: „Die Allgemeinchirurgie hatten wir ein bisschen vernachlässigt“, gibt der Ärztliche Leiter Dr. Ralph Wallinger zu, der wie seine Kollegen Dr. Olaf Reinders, Dr. Joachim Niemeier und Nicole Klein vor allem orthopädische und gelenkchirurgische Eingriffe vornimmt. Dank Birte Brant-Rehfeld kann das MVZ sein Spektrum nun erweitern um die Operation von Hauttumoren oder Leistenbrüchen sowie auch die Versorgung von chronischen Wunden.

Mit jetzt fünf Chirurgen und zwei Anästhesisten sieht sich das MVZ Ganderkesee gut aufgestellt. Seit drei Jahren besteht die Praxis im Ärztehaus an der Grüppenbührener Straße, „seitdem haben wir steigende Patientenzahlen“, berichtet Wallinger. „Ich bin erstaunt über die große Nachfrage“, sagt auch Brant-Rehfeld, die sich im neuen Kollegenkreis sehr gut aufgenommen fühlt. In das Arbeiten im ambulanten Bereich müsse sie sich noch ein bisschen einfinden, räumt sie ein. Vieles sei hier anders organisiert als im Krankenhaus – nicht nur das Familienleben.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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