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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Ganderkesee

Wetter: Freud’ und Leid beim Hochsommer im Mai

30.05.2018

Ganderkesee So wie es zurzeit aussieht, hält das schwülwarme Wetter noch bis zum Wochenende an. In den nächsten Tagen werde die Temperatur in der Gemeinde Ganderkesee um 30 Grad liegen, sagt Janina Wendling vom Wetterkontor Ingelheim, das für die NWZ das Wetter in der Region beobachtet. Dazu bleibt es gewittrig: „Die Wahrscheinlichkeit für Gewitter ist jeden Tag hoch.“

Ob es in der Gemeinde tatsächlich Blitz und Donner gibt, kann Wendling nicht vorhersagen. Doch wenn, dann seien die Gewitter heftig: Es könne Starkregen und größere Hagelkörner geben. Aufgrund der Wetterlage würden sich die Gewitter auch länger am Platz halten. Erst für Sonntag rechnet Janina Wendling mit einer Änderung der Wetterlage.

Nach der fünften Stunde hitzefrei

Großer Jubel bei den Schülern: In den Oberschulen in Bookholzberg und Ganderkesee hatten die Kinder gestern nach der fünften Stunde hitzefrei. Allerdings gibt es dafür keine Temperatur als Richtwert. Stattdessen entscheiden die Schulleiter, ab wann es zu warm ist zum Lernen. „Unsere Räume sind teilweise so ausgerichtet, dass sie schwer zu beschatten sind“, sagt Manfred Gliese, Leiter der Oberschule Ganderkesee. Da gehe nichts mehr mit der Konzentration. Aber es werde nicht vorschnell, sondern von Tag zu Tag entschieden.

Am Gymnasium gab es kein hitzefrei. Als Grund nannte Direktorin Dr. Renate Richter, dass viele Schüler mit Bussen fahren müssten. Auch die verlässlichen Grundschulen schicken die Kinder nicht nach Hause. „Im Primarbereich werden dann andere Formen des Unterrichts gefunden“, sagt Verwaltungsmitarbeiterin Maike Saalfeld.

Nicht mit Trinkwasser Rasen sprengen

Wenn die Temperaturen steigen, schnellt auch der Wasserverbrauch nach oben. Nach Angaben des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) gaben die Wasser- und Speicherpumpwerke am Sonnabend 301 153 Kubikmeter Trinkwasser ab – rund 80000 Kubikmeter mehr als an durchschnittlichen Tagen. Der Rekord aus dem Juli 2015 liege bei einer Tagesmenge von rund 311 000 Kubikmetern, so OOWV-Sprecher Gunnar Meister. Das Wasser wird nicht nur zum Duschen gebraucht, auch der Rasen bekommt etwas ab. Doch laut Meister sollte man auf unnötiges Rasensprengen mit Trinkwasser und voreiliges Wechseln von Poolwasser verzichten. „Auch wenn die Versorgung mit Trinkwasser gesichert ist, erinnern wir an den sorgsamen Umgang mit dem wichtigsten Lebensmittel.“

Besucherrekord im Freibad

Einen „Smiley im Gesicht“ bekommt Freibad-Chef Henry Peukert, wenn die Sprache aufs Wetter kommt. „Das bringt Gäste“, sagt er. Am vergangenen Wochenende verzeichnete das Freibad den ersten Besucherrekord des Jahres: Etwa 1800 bis 2000 Gäste wurden pro Tag gezählt. „Es war die richtige Entscheidung, das Freibad früh aufzumachen“, sagt Peukert. Und auch die Sauna verzeichne gute Zahlen. Doch je mehr Gäste, desto weniger Parkplätze: Der Leiter bat die Besucher, nicht die Einfahrten von Anwohnern zuzuparken.

Stress für Pflanzen und Tiere

Dass die Ernte in diesem Jahr keinen überdurchschnittlichen Ertrag bringen wird, zeichnet sich bereits ab. Denn die anhaltende Trockenheit lässt das Wintergetreide nicht so gut gedeihen: Das Wachstum der Pflanze sei eingeschränkt, sagt Cord Wübbenhorst, Vorsitzender des Landvolks in der Gemeinde Ganderkesee. „Die Pflanzen haben Trockenstress.“ Beim Weizen würden die unteren Blätter bereits vertrocknen.

Auch die Tiere leiden unter der Hitze. Ihre Wolfühltemperatur liege etwa bei 15 Grad, sagt Wübbenhorst. Weil ihnen besonders die Luftfeuchtigkeit zu schaffen mache, sei ein guter Luftaustausch wichtig. „Jetzt sind moderne Ställe gefragt.“

Gras wächst nicht so schnell

Noch im März hatte Uwe Nordhausen, Geschäftsführer des Zweckverbands Kommunalservice Nordwest, über die anhaltende Nässe geklagt. Jetzt müssen die Mitarbeiter selbst für Feuchtigkeit sorgen – und zwar bei rund 2000 jungen Bäumen, die in der Gemeinde gepflanzt worden sind. „Wir sind mit Schlepper und Wasserfass unterwegs“, sagt Nordhausen. „Wir kommen kaum dagegen an.“ Deshalb sei er für jeden Anwohner dankbar, der den jungen Bäumen Wasser gebe.

Die Arbeit im Freien ist bei Hitze besonders anstrengend. Doch das Wetter hat auch Vorteile: „Das, was gemäht ist, wächst nicht so schnell nach“, sagt Nordhausen. Bewässert würden nur die Sportplätze. Auch bei unbefestigten Wegen wirkt sich die Trockenheit positiv aus: Der Unterhaltungsaufwand sei geringer.

Bei Trockenheit steigt Brandgefahr

Bei anhaltender Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr. Dabei ist ein Waldgebiet mit Nadelbäumen, etwa der Bürsteler Fuhrenkamp, stärker gefährdet als ein Laubwald wie der Hasbruch. Rainer Städing, regionaler Sprecher der Landesforsten, erinnert an das Feuermach- und Rauchverbot im Wald. Auch könnten Zigarettenkippen, die aus dem Auto geworfen würden, Böschungen in Brand setzen. Zudem setzt die Trockenheit jungen Bäumen zu. Städing berichtete von einem Feuerwehreinsatz in Dötlingen, bei dem 7000 junge Buchen bewässert wurden.

Lust auf Eis

Das Eisgeschäft läuft bestens in Bookholzberg: „Wir freuen uns, dass wir so einen schönen Mai haben“, sagt Sebastian Aslan, Inhaber des Eiscafés San Remo in Bookholzberg. Im letzten Jahr habe es nur geregnet.

Antje Rickmeier Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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